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Kneissl zu ihrem Knicks: "Ich unterwerfe mich niemandem"

Außenministerin Karin Kneissl nimmt zu ihrem Knicks vor Putin Stellung
Außenministerin Karin Kneissl nimmt zu ihrem Knicks vor Putin Stellungimago/ITAR-TASS
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Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) nimmt Stellung zur Hochzeitseinladung an Putin. Zu ihrem Knicks vor ihm sagt sie: „Ich unterwerfe mich nicht.“

Österreichs Außenministerin Karin Kneissl hat erstmals öffentlich zur Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ihrer Hochzeit und auch dem Knicks nach dem Tanz mit ihm Stellung genommen. „Der wurde dann in den Kommentaren als Unterwerfungsakt, als Kniefall dargetan. Und wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemandem unterwerfe“, sagte Kneissl am Samstag in einem Interview mit dem ORF-Morgenjournal. „Wenn Sie eine Balleröffnung gesehen haben, dann haben Sie immer wieder gesehen, dass es diesen Knicks gibt am Ende. Der russische Staatspräsident hat sich zuvor verbeugt, und ich habe diese Verbeugung beantwortet mit einem Knicks.“

Die Ministerin erklärt, die Hochzeitseinladung sei „absolut“ spontan erfolgt. Ein engeres Verhältnis zu Putin habe sie gar nicht. Anfang Juni habe sie „Kollegen in der Regierung, auch natürlich den Bundespräsidenten eingeladen, weil sich das gehört“. Am Abend des 5. Juni, als der russische Staatschef in Wien zu Besuch war, habe sie spontan auch ihm gegenüber eine Einladung ausgesprochen, auch im Sinne eines „Ich darf Ihnen meinen Verlobten vorstellen“. Am 19. Juli habe sie dann von der Zusage Putins erfahren, womit sie „wirklich nicht gerechnet“ habe.

„Keine enge Freundschaft mit Putin“

Eine Freundschaft verbinde sie mit Putin nicht: „Freundschaft, so etwas entsteht nicht so schnell. Wir hatten einige interessante Gespräche, er hat sich für meine Sichtweise auf bestimmte Entwicklungen im Nahen Osten interessiert, die haben wir geteilt.“ Persönlicher Kontakt mit Entscheidungsträgern helfe letztlich, „um gerade in verfahrenen Situationen, und die haben wir zweifellos mit Russland aus verschiedensten Gründen, eine Vertrauensbasis herzustellen“.

Befürchtungen, als Außenministerin könnte sie Österreich in Hinblick auf eine gemeinsame Russland-Politik in der EU isolieren, lässt sie nicht gelten: „Ich habe keine Aussage jetzt gehört von einem maßgeblichen EU-Außenminister oder von irgendeiner anderen politischen Seite.“ Sie habe einen guten Kontakt zum britischen Außenminister Jeremy Hunt, demnächst treffe sie US-Außenminister Mike Pompeo.

(Red.)