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Gold

Wetten gegen Gold auf Rekord

Gold als Ladenhüter? Vor sieben Jahren erklomm der Goldpreis ein (nominelles) Rekordhoch, das er seither nie wieder erreicht hat.
Gold als Ladenhüter? Vor sieben Jahren erklomm der Goldpreis ein (nominelles) Rekordhoch, das er seither nie wieder erreicht hat.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Der starke Dollar setzt dem Edelmetall zu. Als Krisenwährung will es derzeit kaum jemand haben. Zumindest nicht kurzfristig. Für Langfristanleger bieten sich aber Einstiegschancen.

In den ersten Monaten des Jahres sah es gut für den Goldpreis aus. Bis Mai pendelte er meist in der Spanne zwischen 1300 und 1350 Dollar je Feinunze. Dann wertete der Dollar angesichts der Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen und des Handelsstreits auf, und Gold stürzte ab – und zwar nicht nur in Dollar, sondern gleich auch in Euro. Seit Jahresbeginn betragen die Verluste auf Dollarbasis neun und auf Eurobasis fünf Prozent.

Mit dem Preisrutsch verschlechterte sich auch die Stimmung. Noch nie wurde so intensiv gegen das glänzende Edelmetall gewettet wie in der Vorwoche, wie Bloomberg-Daten zeigen. Die Zahl der Short-Kontrakte (Hedgefonds-Wetten auf einen fallenden Goldpreis) hat sich seit Jahresbeginn laut der Commodity Futures Trading Commission von 20.000 auf 188.000 fast verzehnfacht. In den vergangenen elf Jahren gab es fünf Mal einen ähnlich steilen Anstieg der Short-Kontrakte. In vier Fällen war das ein gutes Zeichen: Kurz danach stieg der Goldpreis an.