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FPÖ-Landesrat würde nicht mehr bei AfD auftreten

Elmar Podgorschek
Elmar PodgorschekAPA/HERBERT NEUBAUER
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Oberösterreichs Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek war für seinen Auftritt im Juni heftig kritisiert worden. SPÖ und Grüne verlangten damals seinen Rücktritt.

Der oberösterreichische Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) würde nicht mehr mit einer Rede vor der deutschen AfD (Alternative für Deutschland) auftreten. Das betonte er in einem Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" vom Dienstag. Er stehe aber hinter allen Aussagen, die er getätigt hat.

Podgorschek war für den Auftritt im Juni heftig kritisiert worden. SPÖ und Grüne verlangten damals seinen Rücktritt. Das werde er sicher nicht tun, hielt Podgorschek fest. Auf die Frage, ob der Auftritt ein Fehler war, antwortete der FPÖ-Politiker: "Ich würde es nicht mehr machen. Ganz ehrlich, ich habe die ganze Dimension unterschätzt. Für mich war das eine völlig unbedeutende Rede. Aber dadurch wurde meine politische Arbeit in Oberösterreich gehemmt. Und die Reaktionen, die ich bekommen habe, die möchte ich meiner Familie und letzten Endes auch mir selbst nicht antun".

"Neutralisierung des ORF" gefordert

Podgorschek forderte in seiner Rede die "Neutralisierung des ORF" und erklärte, dass die FPÖ ihr eigenes Fernsehen gegründet habe, denn "mit den herkömmlichen Medien ist kein Staat zu machen". Die Justiz bezeichnet er als "völlig linksgepolt" und er warnt vor der ÖVP, mit der man in einer "Vernunftehe" sei: "Traue keinem Schwarzen". Dieses Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen gewesen, es habe sich auf die Regierung Schüssel bezogen, die versuchte, die FPÖ zu zerstören.

"Das ist jetzt anders", beteuerte der Oberösterreicher jetzt in dem Interview. Er habe im Gespräch mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) dargelegt, dass "viele Passagen aus dem Konzept gerissen waren und bewusst gegen mich kampagnisiert wurde".

Zu der Rede sei es auf Einladung einer Unternehmergruppe aus Thüringen gekommen, die der AfD nahestehe. Er sollte über die Situation in Österreich sprechen und darüber, wie die FPÖ zu einer 30-Prozent-Partei wurde.

>>> Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten"

(APA)