Salzburger Königsklasse

Seit dieser Europacupsaison ist der Ausschank von Alkohol in Fußballstadien wieder möglich. Kein Wunder also, dass Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz nun künftig auch Bier brauen will. Denn vielleicht schafft er es ja damit in die Champions League.

Mateschitz' Salzburger Fußballteam ist hingegen zum elften Mal am Einzug in die Königsklasse gescheitert. Das Fußballmagazin „Ballesterer“ analysierte die Situation auf Twitter so: „Wer beim ersten Scheitern von Red Bull Salzburg in der CL-Quali Frustsex hatte, bringt sein Kind nächste Woche ins Gymnasium.“ Freilich nur, wenn er bei seinen neun anderen Kindern noch Zeit dafür hat.

Immerhin kann sich das Salzburger Team rühmen, schon zwölfmal österreichischer Meister geworden zu sein, wenn man die Erfolge aus der Vor-Red-Bull-Ära dazuzählt. Das ist gar nicht so schlecht für eine Stadt, die erst seit rund 200 Jahren bei Österreich ist. Vorher gehörte die Stadt ja auch eine Zeitlang zu Bayern. Wenigstens damals konnten die Salzburger also behaupten, in der Königsklasse zu spielen.

Vielleicht sollten die Salzburger einfach ganz umsatteln. Und statt Fußball- zum Beispiel Musik- und Bühnenspiele aufführen. Denn im Fußball kann es in Salzburger Sommernächten niemand in die Königsklasse schaffen. Auf der Bühne aber Jedermann. (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2018)

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