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Manfred Weber will Juncker nachfolgen

Weber als Kandidat der EVP.
Weber als Kandidat der EVP.imago/ZUMA Press
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Der CSU-Politiker bereitet seine offizielle Bewerbung vor.

Brüssel/Wien. In der kommenden Woche will der CSU-Politiker Manfred Weber seine Kandidatur für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident bekanntgeben. Wie aus Kreisen der Europäischen Volkspartei (EVP) der „Presse“ bestätigt wurde, wird er seine Bewerbung am Rande des Treffens der EVP-Führung am Donnerstag und Freitag in Wien offiziell verkünden.

Der 46-jährige Weber gilt schon seit Längerem als möglicher Kandidat für den wichtigsten EU-Posten. Zuletzt wurde er vom amtierenden deutschen Kommissar Günther Oettinger favorisiert. Die Europäische Volkspartei wird im November entscheiden, wen sie als Spitzenkandidat für die Europawahl aufstellt. Der Kandidat der erfolgreichsten politischen Gruppe bei der Europawahl – so wurde unter den größten Fraktionen des Europaparlaments vereinbart – soll automatisch als Kommissionspräsident nominiert werden. Neben Weber dürften in der EVP weitere Kandidaten, unter ihnen der französische Brexit-Verhandler Michel Barnier, ins Rennen gehen.

Weber ist Vorsitzender der EVP-Fraktion. Der aus Bayern stammende Politiker soll auch vor Parteifreunden angekündigt haben, er werde seine Kandidatur in Kürze bekanntgeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bei einem Treffen mit Weber am Dienstag keine grundsätzlichen Einwände vorgebracht.

Deutschland hat seit vielen Jahrzehnten keinen Kommissionspräsidenten mehr gestellt. Der bisher einzige war Walter Hallstein in den Jahren 1958 bis 1967. (wb)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2018)