Er weiß, wie man Mozart spielt

Eduard Melkus, Wiener Geigenprofessor und Kenner der musikalischen Stilkunde, feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Am Samstag feiert Eduard Melkus seinen Neunziger, ein Musiker, der wie wenige andere die musikhistorisch bewanderte Aufführungstradition in diesem Land mitgeprägt hat. Wie nahezu alle einschlägig erfahrenen Instrumentalisten ist Melkus aus der Schule Josef Mertins hervorgegangen, dem er die wichtigsten Anregungen zu seinem Karrierestart verdankt. Nebst seiner Amati-Geige pflegte Melkus so rare Instrumente wie das Rebeqc oder die Lira da Braccio.

Als Mitglied des Wiener Gambenquartetts gehörte er zum Kreis um Gustav Leonhardt, Alice und Nikolaus Harnoncourt. Auch er gründete ein Originalklang-Ensemble, die Cappella Academica, die gar nicht akademisch, sondern frisch und munter das einstens kaum hinter Vivaldi, Bach und Händel zurückreichende Repertoire um wahre Schätze bereicherte.

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