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Wiener Grüne: Gemeinderätin Hebein als dritte Kandidatin

WIENER GRUeNE - STATEMENT HEBEIN ZU SPITZENWAHL: HEBEIN
APA/HARALD SCHNEIDER
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Die Sozialsprecherin der Wiener Grünen, Birgit Hebein, steigt in das Rennen um die Nachfolge von Maria Vassilakou ein.

Kurz bevor die Bewerbungsfrist am Dienstag Abend abläuft, hat die grüne Sozialsprecherin Brigit Hebein ihre Kandidatur für das grüne Spitzenamt in Wien bekannt gegeben.

"Hier und heute gebe ich bekannt, dass ich für die Spitze der Wiener Grünen antrete", sagte Hebein in einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen. Sie ist damit neben Klubchef David Ellensohn und Gemeinderat Peter Kraus die dritte Kandidatin, die sich um die Nachfolge von Maria Vassilakou bewirbt.

Die Sozialarbeiterin sitzt seit 2010 im Wiener Gemeinderat und ist für die Bereiche Soziales und Sicherheit zustädnig, davor war die Mutter von zwei Kindern sieben Jahre Bezirksrätin und Klubobfrau der Grünen in ihrem Heimatbezirk Rudolfsheim-Fünfhaus.

Schwerpunkte möchte sie in der sozialen Sicherheit im Zusammenhang mit ökologischen Fragen setzen. "Spätestens seit diesem Hitzesommer, den Überschwemmungen muss allen klar sein, dass diese Klimakrise eine soziale Krise ist." Alten Menschen, kranken Menschen treffe es als erstes, meinte Hebein, deswegen könne die Klimakrise nur mit der sozialen Frage beantwortet werden.

"Wenn wir die soziale Frage eskalieren lassen, wenn Menschenverachtung plötzlich ein Wert wird, dann dürfen wir uns über dass, was in Chemnitz passiert ist, nicht wundern", sagte die Kärntnerin. Dass Menschen andere durch die Stadt jagen, "das will ich in Wien nicht."

Die Koalition mit der SPÖ will Hebein fortführen. "Ich kann mit Herrn Bürgermeister Ludwig", sagte sie. "Wir haben noch Koalitionsvereinbarungen, die wir umsetzen müssen." Gleichzeitig sei sie überzeugt davon, dass es notwendig sei, sich als Grüne klarer zu positionieren.

Briefwahl im November

Sollte sich noch jemand für den ersten Listenplatz bei den Grünen für die nächste - 2020 anstehende - Wien-Wahl bewerben, muss er oder sie sich beeilen. Heute endet die entsprechende Frist. Die Kandidatenriege wird somit frühestens am Mittwoch feststehen.

Tatsächlich zur Wahl stehen dann jene Kandidaten, die ausreichend Unterstützungserklärungen von registrierten Wählern bzw. Parteimitgliedern erhalten. Anschließend wird es Hearings geben. Die Abstimmung erfolgt per Brief im November.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die die Liste zuletzt wiederholt angeführt hat, geht nicht mehr ins Rennen. Das hat sie am Sonntag verkündet. Sie will auch ihr Amt an den neuen Spitzenkandidaten übergeben - nämlich bis spätestens zur Rechnungsabschlussdebatte im Juni 2019.

(twi/APA)

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