Karikaturist wegen Williams-Zeichnung in der Kritik

Serena Williams streitet mit dem Schiedsrichter
Serena Williams streitet mit dem SchiedsrichterAPA/AFP/KENA BETANCUR

Die Zeichnung des australischen Karikaturisten Mark Knight bezeichnete unter anderem JK Rowling als "rassistisch und sexistisch".

Wegen einer Zeichnung der US-Tennisspielerin Serena Williams steht der australische Karikaturist Mark Knight unter Beschuss. "Harry Potter"-Autorin JK Rowling nannte die Darstellung der Ausnahmespielerin "rassistisch und sexistisch". Insgesamt kommentierten rund 22.000 Menschen auf Twitter Knights Zeichnung, die am Montag von der australischen Zeitung "Herald Sun" gedruckt worden war. Die Zeichnung nehme Anleihe bei rassistischen Darstellungen Schwarzer in Comics.

In der Zeichnung zertrampelt eine überdimensionale Williams mit wulstigen Lippen und einem riesigen Hinterteil ihren Schläger, während der Schiedsrichter zu ihrer Gegnerin sagt: "Können Sie sie nicht einfach gewinnen lassen?" Die Gegnerin ist als blonde Frau dargestellt - tatsächlich ist Naomi Osaka aber Japanerin mit haitianischen Wurzeln.

Williams hatte dem Schiedsrichter Carlos Ramos nach ihrem verlorenen Finale gegen die Osaka bei den US Open in New York am Wochenende Sexismus vorgeworfen. Der Portugiese hatte die 36-Jährige dreimal verwarnt und ihrer Gegnerin den Regeln entsprechend zuerst einen Punkt und dann ein Spiel zugesprochen.

Williams, die - wie so manche Männer auch - ihren Schläger auf den Boden gepfeffert hatte, hatte Ramos als "Dieb" und "Lügner" bezeichnet. Die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin wurde für ihr Verhalten auch mit einer Geldstrafe in Höhe von 17.000 Dollar (14.700 Euro) belegt.