Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Gesundheit

Dem Fitness-Mythos widerstehen

Auch Spitzensportler sind vor Fitnessmythen nicht gefeit.
Auch Spitzensportler sind vor Fitnessmythen nicht gefeit.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Die Österreicher bewegen sich zu wenig, kritisiert die WHO. Und wenn, oft falsch, warnen Mediziner. Über Fitnessmythen, vor denen auch Spitzensportler nicht gefeit sind.

Die Österreicher sitzen zu viel. Was wie ein Vorurteil anmutet, ist Realität. Gemäß einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegte sich 2016 jeder Dritte zu wenig. Konkret: 26,4 Prozent der Männer und 33,6 Prozent der Frauen, heißt es in der im Fachmagazin „The Lancet Global Health“ publizierten Studie. Zahlen, die Sportmediziner Peter Schober bestätigt: „Unsere Gene sind auf körperliche Arbeit programmiert – diese fehlt heute großteils, weshalb wir nicht nur anfälliger für Übergewicht, Diabetes, Herzinfarkte, Hirnschläge und Demenz werden, sondern auch für Knie-, Rücken- und Hüftprobleme.“ Vor allem aber: „Die Psyche leidet: Wir merken uns weniger und vergessen mehr.“

Grund für das sinkende Denkvermögen: „Ständige Erreichbarkeit durch audiovisuelle Medien steigert den Stress, das Risiko für Burnout und Depressionen. Und Stress lässt sich nur mit Bewegung kompensieren“, sagt Schober. Laut WHO ist körperlich ausreichend aktiv, wer pro Woche 150 Minuten in Bewegung ist. In Schobers Worten: „Für ein gesundes Leben muss ich 1500 Kalorien pro Woche verbrennen, also zwischen 200 und 220 Kalorien pro Tag.“ Dafür genügen eine Stunde Gartenarbeit oder 4000 Schritte in der Ebene zu gehen. „An einem Bürotag verbrenne ich nur 84 Kalorien, beim Schlafen 70“, meint der Ehrenpräsident der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.