Verdienter Salzburger 2:1-Sieg im Schlager gegen Rapid

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Meister stellte den Bundesliga-Startrekord von Rapid ein, der Aufstellungs-Poker von Goran Djuricin ging nicht auf.

Zwölf Spiele ist Salzburg gegen Rapid nun unbesiegt, das jüngste Duell am Sonntagabend in Wals-Siezenheim endete mit einem 2:1-Heimsieg, den Trainer Marco Rose folgendermaßen resümierte: „Eine super erste Halbzeit, dann ein, zwei Phasen, in denen Rapid aufgekommen ist. Wir haben aber schnell wieder Zugriff bekommen. Ein klasse Spiel, das wir gemacht haben.“

Mitreißend war das Ganze anfangs allerdings nicht. Rapid konnte sich kaum kaum befreien, Ersatzgoalie Tobias Knoflach (Richard Strebinger macht der Rücken zu schaffen) war pausenlos beschäftigt, machte dabei aber eine gute Figur. Erst Takumi Minamino befreite sich in der 36. Minute aus dem grün-weißen Getümmel an der Strafraumgrenze und schoss unhaltbar ein.

Die im Vergleich zum 2:0 gegen Spartak Moskau von Goran Djuricin völlig umgekrempelten Hütteldorfer hatten sich bis dahin auf die Defensivarbeit beschränkt und mussten nun offensiv in Erscheinung treten. Halbzeit zwei brachte in dieser Hinsicht etwas Besserung. Am Strafraum aber fehlte Rapid noch immer die Qualität, um Zählbares auszurichten. Das Höchste der Gefühle: ein Stangenschuss von Andrija Pavlovic in Minute 57, die Hintermannschaft des Serienmeisters hatte gepatzt.

Auf der Gegenseite war Munas Dabbur einem Treffer weitaus näher, der israelische Torjäger scheiterte eins um andere Mal an Knoflach – oder am Pfosten (67.). Nach einem Stanglpass von Hannes Wolf aber war gegen Dabburs Direktabnahme nichts mehr auszurichten – 2:0 für Salzburg (77.).

Für eine spannende Schlussphase sorgte Rapid aber dann doch noch: Erst tauchte Maximilian Hofmann völlig alleine vor Salzburg-Schlussmann Cican Stankovic auf und köpfte ein (89.). Dann musste Stankovic gegen Deni Alar eingreifen (94.) Und in der letzten Minute der Nachspielzeit landete der Ball tatsächlich noch einmal im Tor der Salzburger – Schiedsrichter Harkam aber hatte das vorangegangene Foul von Rapids Manuel Martic an Diadie Samassekou erkannt. So egalisierte die Rose-Truppe mit dem achten Sieg in Folge auch den Liga-Startrekord von Rapid von 1987/88.

(red)