Ein Volksfest von und mit Jonas Kaufmann

Jonas Kaufmann.
Jonas Kaufmann.(c) APA/HERBERT NEUBAUER
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Ein sonderbar programmierter Liederabend im Konzerthaus mit nicht nur vorteilhaftem Programm.

Ein prominenter Tenor, das Haus brechend voll, die Preise stolz, wenigstens die Umsätze stimmen – aber von Gala keine Spur. Wie zum Hohn prangt ein Zitat von Jonas Kaufmann im Programmheft, „Liedgesang ist die Königsklasse des Singens“. Bei Kaufmanns momentaner Form kann davon freilich überhaupt keine Rede sein.

Natürlich hätte es sich der Sänger am Montag im Wiener Konzerthaus mit einem Mainstream-Programm leichter machen können. Doch Kaufmann suchte die Herausforderung und manch aberwitziges Experiment (wie bereits früher das komplette „Lied von der Erde“ als PR–Gag). Seine Qualität beruht auf seiner charakteristischen dunklen Mittellage, der er auf der Opernbühne dank ausgeklügelter Technik strahlende Höhen beistellen kann. Beim Liedgesang fehlt es an stimmlicher wie an textlicher Differenzierungskraft, die hier kopfigen Höhen wirken fahl, sind oft Glückssache.

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