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Im Keller: Graue Freyheit 2016

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Ein ungemein spannendes Mundgefühl.

Ich schreibe hier bekanntlich nur über Weine, die ich mag. Bin ja schießlich weder Masochist noch Lehrer (obwohl Lehrer und Masochist heutzutage wohl ohnehin dasselbe ist). Egal. Ich habe mir in den vergangenen Tagen fein dosiert die „Graue Freyheit 2016" vom Gernot Heinrich aus Gols verabreicht. Ein ­Orange Wine, also Weißwein, der wie ein Rotwein auf der Maische vergoren wird. Er schaut aus wie ein trüber Rosé, riecht mehr nach Kräutertee als Wein und hat mich irritiert und fasziniert zugleich. Was den Wein ausmacht, ist sein ungemein spannendes Mundgefühl. Fasrig, salzig, nervig. Sehr lebendig einfach. Ich hab’ ihn zu Forelle getrunken. Meine Buben haben vergangenes Wochenende 14  Stück gefangen. Die Hälfte haben uns Freunde abgenommen, den Rest haben wir verzwickt – fein dosiert natürlich. Und dazu immer ein Gläschen von dem orangen Grauburgunder aus dem Burgenland. Großes Burgunderglas, nicht zu kalt serviert. Nur an die graue Tonflasche muss ich mich noch gewöhnen.

Gernot Heinrich, „Graue Freyheit 2016", 29,50 Euro bei www.wagners-weinshop.com