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Innenpolitik

„Wir sind jetzt ein ganz normales Bundesland“

Auf den Stehern bei der Gedenkstätte in Lambichl sind laminierte Fotos von Jörg Haider zu sehen – und Verschwörungstheorien zu seinem Unfall zu lesen.
Auf den Stehern bei der Gedenkstätte in Lambichl sind laminierte Fotos von Jörg Haider zu sehen – und Verschwörungstheorien zu seinem Unfall zu lesen.(c) Gert Eggenberger
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Die Kärntner haben Jörg Haider geradezu kultisch verehrt, nur in diesem Bundesland konnte so ein Politiker reüssieren. Was denkt man heute über den einstigen Landeshauptmann? Eine Spurensuche.

Klagenfurt. Das nackte Engerl ist verschwunden. Früher saß es in gebückter Haltung auf dem Boden, direkt nach der Ortseinfahrt von Lambichl, die Knie angezogen, das Gesicht in die Hände vergraben, und weinte bitterlich. Die Person, um die der Engel aus Stein weinte, war hier mit 142 km/h und 1,8 Promille Alkohol im Blut aus dem Leben geschieden.

„Jörg“ steht schlicht auf einem Marmorblatt neben der Loiblpass-Bundesstraße B91, dazu ein Geburts- und ein Sterbedatum: „26. 1. 1950, 11. 10. 2008“. Der Tag, an dem in Kärnten die Sonne vom Himmel fiel.