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Pop

War "Stairway to Heaven" doch ein Plagiat?

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Sänger Robert Plant und Gitarrist Jimmy Page bei einem Led Zeppelin-Konzert 1988.APA/AFP/DON EMMERT

Ein Gericht hatte vor zwei Jahren entschieden, dass eine Sequenz in dem Lied von Led Zeppelin nicht das Urheberrecht verletze. Der Prozess wird wegen Verfahrensfehler neu aufgerollt.

Der Prozess um mögliche Urheberrechtsverletzungen im Rock-Klassiker "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin muss neu aufgerollt werden. Ein Berufungsgericht in Los Angeles hat am Freitag die Entscheidung einer Jury gekippt, die vor gut zwei Jahren die Bandmitglieder und Komponisten Robert Plant und Jimmy Page vom Plagiatsvorwurf freigesprochen hatte.

Aufgrund mehrerer Verfahrensfehler sei "ein neuer Prozess" nötig, hieß es in der 37 Seiten langen Begründung. In dem Streit geht es um die melancholische zweiminütige Gitarrensequenz zu Beginn des achtminütigen Stückes. Led Zeppelin wird vorgeworfen, dafür beim Song "Taurus" abgekupfert zu haben, den der verstorbene Gitarrist Randy Wolfe Ende 1966 für die kalifornische Band Spirit geschrieben hatte. Wolfe war 1997 ertrunken, 2015 reichte sein Nachlassverwalter Michael Skidmore Klage gegen Led Zeppelin ein. Skidmore strengte auch das Berufungsverfahren an.

Im ursprünglichen Verfahren hatte der Kläger auf deutliche Ähnlichkeiten zwischen den beiden Songs verwiesen. Experten der Verteidigung machten jedoch geltend, dass die verwendeten Akkorde so gewöhnlich seien, dass für sie kein Urheberschutz gelte. Page und Plant argumentierten damals, die Akkordfolge gebe es in der Musik bereits seit Jahrhunderten. Sie wiesen den Plagiatsvorwurf zurück.

(APA)