Microsoft präsentiert überarbeitete Surface-Linie; inklusive Kopfhörern

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Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft sollen die neuen Microsoft-Geräte auf den Markt kommen. Äußerlich hat sich nicht viel verändert, aber dafür bei den "inneren Werten".

2012 legte Microsoft einen Richtungswechsel in seiner damals 30-jährigen Firmengeschichte ein. Vom Software-Hersteller zum Anbieter für Gesamtlösungen; inklusive Hardware. Das erste Surface-Modell wurde zur Bruchlandung. 900 Millionen Dollar Verlust machte Microsoft mit den Hybrid-Laptops. Aus der Niederlage wurde eine Erfolgsgeschichte. Das Surface wurde rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in seiner nun sechsten Generation vorgestellt.

Das Surface Pro 6 hat sich äußerlich zu seinen Vorgängern kaum verändert.  Dafür wurde an der technischen Ausstattung nachgebessert. Ein Intel-Core-Prozessor der achten Generation soll jetzt für die nötige Geschwindigkeit sorgen. Laut Microsoft ist der neue Prozessor 1,5 Mal so schnell wie der Vorgänger. Der Akku soll bis zu 13,5 Stunden durchhalten. Das 12,3 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 2.736 x 1.824 Pixel. Das 770 Gramm schwere Gerät bietet auch in dieser Generation keinen USB-C-Anschluss. Der Preis bleibt mit knapp 900 Euro gleich. Neu ist die schwarze Ausführung des Geräts.

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Ebenfalls vorgestellt wurde der Surface Laptop 2. Äußerlich sucht man auch hier vergeblich neues Design. Dafür wurde aber auch hier das Innenleben auf 2018-Stand gebracht. Neuer Prozessor und acht statt vier Gigabyte RAM in der Standardausführung sollen das Gerät zu einem ausdauernden Arbeitsbegleiter machen. Der Preis liegt bei 1150 Euro in der Standardausführung.

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Der All-in-One-PC Surface Studio wurde ebenfalls überarbeitet. Auch hier sollen schnellere Prozessoren, ein größerer Arbeitsspeicher sowie die aktuelle Nvidia Grafikkarte Geforce GTX 1060 und die GTX1070 für eine bessere Grafikleistung sorgen. Der "schnellste Surface" aller Zeiten wird aber nur mit Intel Core i7 Prozessor statt mit dem der achten Generation betrieben. Ein komisch anmutender Schritt. Eine Erklärung dafür sowie einen Preis bleibt Microsoft schuldig. In den USA soll das Surface Studio mehr als 3500 Dollar kosten.

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Eine Neuheit sind die Surface Headphones. Es sind die ersten Kopfhörer aus dem Hause Microsoft. Das Bluetooth-Headset bietet aktive Rauschunterdrückung. Der Akku soll bis zu 15 Stunden durchhalten und wird über USB-C geladen. Acht Mikrofone mit je zwei Mikrofonen pro Ohrmuschel sollen ein "exzellentes Hörerlebnis" ermöglichen.

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Auch ein paar smarte Funktionen haben die Kopfhörer verpasst bekommen. So stoppt die Wiedergabe automatisch, sobald die Kopfhörer abgenommen werden. Das 350-Dollar-Headset wird vorerst nur in den USA angeboten. Cortana ist ebenfalls mit an Bord und liest auf Wunsch E-Mails vor und kann auch Telefonkonferenzen starten.