Als Channel-Manager ist Alexander Hofer für ORF2 verantwortlich. Mit der "Presse" sprach er über die geplante Sonntags-"ZiB 2", Personalfindung und Quotenprobleme im Vorabend.
Die Presse: Ich hätte gedacht, Sie werden Edgar Böhm beerben. ORF-Unterhaltungschef klingt gemütlicher als ORF2-Channel-Manager.
Alexander Hofer: Ich war zehn Jahre lang in der Fernsehunterhaltung und habe das gern gemacht. Dann gab's diesen Strukturwandel mit der Einführung des Channel-Managements. Das ist bei mir auf großes Interesse gestoßen, weil hier meine beiden Welten – die Unterhaltung und die Information – zusammengefunden haben.
Was hat man als Channel-Manager für Kompetenzen? Haben Sie z. B. entschieden, wer die Sonntags-„ZiB 2“ moderiert?
Wir Channel-Manager sind fachlich und budgetär für den Sender verantwortlich – also für Planung, Inhalte, Sendeschema und selbstverständlich für die Kosten. Die herstellenden Abteilungen – von den Magazinen über die Religion bis zu Unterhaltung, Kultur etc. – gehören nach wie vor zur Programmdirektion von Kathrin Zechner. Wir Senderchefs bestellen bei den Hauptabteilungen das Programm, die stellen dann den Content – unter gewissen budgetären Vorgaben – für uns her.
Und wie kommt in so einem Gefüge eine Personalentscheidung zustande?