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Österreich ist attraktiver als Deutschland

Immo-Investoren finden hier bessere Bedingungen.

Wien. Der österreichische Immobilienmarkt ist für Investoren preislich gesehen attraktiver als der deutsche und kann zudem mit besonderen, international geschätzten Qualitätseigenschaften punkten. Neben der vergleichsweise besseren Rendite biete Wien hochmoderne Office-Konzepte, die Firmen zur Ansiedlung anlocken, erklärte am Dienstag der Wiener Immo-Consulter EHL.

Österreichs Immo-Markt erfreue sich steigender Beliebtheit bei internationalen Investoren, so der EHL-Chef, Michael Ehlmaier. Die Immo-Märkte der beiden Länder seien vergleichbar, meint der Investmentexperte von EHL, Franz Pöltl.

 

Sechs, zwölf Monate später

Doch könnten sich Investoren bei jeweils gleichem Risikoprofil in Österreich günstiger eindecken, da die Preisentwicklung jener in Deutschland um sechs bis zwölf Monate hinterherhinke. In Deutschland bringe ein vergleichbares Objekt um 25 bis 50 Basispunkte weniger Rendite. Seit einem Jahr gebe es starke Nachfrage seitens deutscher institutioneller Investoren, bis hin zu Vorsorgewerken (Pensionskassen etc.), die auf der Suche nach Wohnimmobilien seien. Das gelte auch für Vorsorgewohnungen und -häuser.

Auf Wiens Büromarkt wiederum werde mit einer Neuflächenproduktion von 280.000 Quadratmetern heuer der höchste Fertigstellungsstand von über zehn Jahren erreicht, so Wernhardt. Der Leerstand am Büromarkt Wiens werde mit 5,1 Prozent, bei modernen Büros mit 4,7 Prozent beziffert.

Im ersten Halbjahr lag das Immo-Investitionsvolumen in Österreich laut Pöltl mit 2,170 Mrd. Euro ungefähr auf Höhe des Vorjahresvergleichs. Im gewerblichen Bereich und beim Wohnen gebe es starkes deutsches Interesse, gefolgt von Interessenten aus Asien, etwa aus Korea, China oder auch aus Australien. (APA/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2018)