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Junge Sängerin erklärt Trump, wer in den USA Angst haben muss

Das Lied wurde im Internet Hunderttausende Male geteilt.Screenshot Youtube
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Es seien "beängstigende Zeiten für junge Männer", meinte der US-Präsident im Zuge der Affäre um Höchstrichterkandidat Brett Kavanaugh. In einem Spottlied konterkariert eine Texanerin diese Aussage.

Es seien beängstigende Zeiten für junge Männer in Amerika, meinte US-Präsident Donald Trump vergangene Woche. Denn sie könnten angeklagt werden, bevor sie ihre Unschuld bewiesen hätten. Und seine Botschaft an junge Frauen? Denen "geht es sehr gut".

Denn sein Kandidat für das US-Höchstgericht, Brett Kavanaugh, wurde von drei Frauen sexueller Übergriffe bezichtigt - unter anderem der versuchten Vergewaltigung auf einer Studentenparty. Der konservative Kavanaugh muss eine öffentliche Debatte, eine Anhörung im Senat und Ermittlungen des FBI über sich ergehen lassen. Am Wochenende nun hievte der Senat Trumps Wunschkandidat in den Obersten Gerichtshof.

Grund genug für die junge Sängerin und Tänzerin Lynzy Lab, Trumps Aussagen aufzugreifen - und zu konterkarieren. Zu einer fröhlichen Musik zählt sie, lässig an den Türrahmen gelehnt, auf ihrer blauen Ukulele spielend die Gründe auf, warum diese Zeiten für Burschen so beängstigend seien.

Aufruf zur Wahlbeteiligung

Sie könne spätnachts nicht alleine zu ihrem Auto gehen, nach 19 Uhr nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, nicht ohne Anstandsdame in Bars gehen, im Club nicht einfach nur mit ihren Freunden tanzen, ihren Drink nicht unbeaufsichtigt lassen, sie könne nach 35 Jahren ihre Stimme nicht gegen ihren Vergewaltiger erheben, singt die junge Frau voller Sarkasmus. Aber ja, es seien sicherlich beängstigende Zeiten für Männer. Denn schließlich sei sie ja betrunken gewesen und habe ein kurzes Kleid getragen. Wie könne da also die Frau das Opfer sein?

Schließlich beendet sie ihr Lied mit einem Appell an Frauen, ihre Stimme zu erheben und am 6. November bei den Midterm-Elections wählen zu gehen. Mittlerweile wurde das Video mehr als 8,5 Millionen Mal aufgerufen und Hunderttausende Mal auf Sozialen Medien geteilt - unter anderem von US-Schauspieler Mark Ruffalo.

(red.)