Steirische ams an der Börse plötzlich ein Stiefkind

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Im März glänzte die Aktie des steirischen Apple-Zulieferer ams mit Rekordhoch. Seither hat sie 60 Prozent ihres Werts verloren.

Die schwachen Vorgaben der Wall Street  sorgen am Donnerstag vor allem bei europäischen Technologiewerten für  überdurchschnittliche Abgaben. Einmal mehr trifft es unter den  Blue Chips die in Zürich gelistete Aktie des steirischen Chip- und Sensorenherstellers ams. Sie büßte zu Handelsbeginn mehr als acht Prozent auf das Eineinhalbjahrestief vno 43,58 Franken ein. Im Verlauf reduzierten sich die Verluste auf rund fünf Prozent. 

ams ist an der Börse nur noch 3,8 Milliarden Franken wert, 60 Prozent weniger als am 12. März. Das war jener Tag, an dem die Aktie mit  119,49 Franken Rekordhoch erreichte. Derzeit wird das Papier von 14 Analysten zum Kauf empfohlen. Die Kursziele sind allerdings sukzessive zurückgenommen worden. Credit Suisse etwa senkte es am Donnerstag von zuletzt 80 Franken auf 67 Franken.

Das steirische Unternehmen hat im Vorjahr erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Heuer werden Erlöse von mehr als 1,5 Milliarden Euro erwartet. Analysten gingen zuletzt davon aus, dass sich der Gewinn auf den Rekordwert von 167 Millionen Euro nahzu verdoppelt. Die Aktie zählt heuer zu den zehn schlechtesten am gesamten Schweizer Markt.

(red)