Vacheron Constantin: „FiftySix“

Aufhorchen. Neue Töne bei Vacheron Constantin – auch dank Sänger James Bay.
Aufhorchen. Neue Töne bei Vacheron Constantin – auch dank Sänger James Bay.(c) Beigestellt

Ein Modell aus den 1950er-Jahren stand Pate für die neue Uhrenlinie „FiftySix“ der Manufaktur Vacheron Constantin. Beworben wird diese mit zwei jungen Musikern. Eine Premiere.

Vacheron Constantin schlägt ein neues, überraschendes Kapitel auf! Erstmals seit der Gründung im Jahr  1755 setzt die traditionsreiche Manufaktur in seiner Kommunikationskampagne Testimonials ein. Zeitmesser mithilfe der Konterfeis von Filmstars, Stardirigenten oder Wimbledon-Siegern an Mann und Frau zu bringen ist bekannt und weit verbreitet. Auch wenn Vacheron Constantin nun ebenfalls diesen Weg einschlägt, tut es das Traditionshaus doch überraschend anders. Im Falle der neuen Linie „FiftySix" kommen im Vergleich zu George Clooney oder Charlize Theron zwei eher unbekannte englische Musiker zum Zug: der Singer-Songwriter James Bay und Benjamin Clementine, der sich als virtuoser Multiinstrumentalist und Sänger einen Namen gemacht hat. Beide haben die 30-Lenze-Grenze noch nicht überschritten. Neue Pfade beschreitet Vacheron Constantin im Falle der „FiftySix" auch preispolitisch.

Kommunikation. Künstler Benjamin Clementine ist Teil der neuen Kampagne.
Kommunikation. Künstler Benjamin Clementine ist Teil der neuen Kampagne.(c) Beigestellt
Die Marke betritt ein für das Haus bisher unberührtes Einstiegspreis-Terrain: Die Automatikuhr in Stahl mit drei Zeigern und Datum ist für weniger als 12.000 Euro zu haben. Bei diesem Modell wird allerdings auch auf das „Genfer Siegel" verzichtet, ebenso wie auf ein eigenes Manufakturwerk. Stattdessen tickt hier das Kaliber 1326, das man sich bei Cartier besorgt. Die neue Uhrenfamilie (die Preisspanne reicht von 11.600 bis 119.000 Euro) umfasst darüber hinaus weitere Modelle: eine Variante mit Tag, Datum und Anzeige der Gangreserve, einen Vollkalender mit Mondphase sowie ein Tourbillon. Als Inspiration und Muse dient die Referenz 6073 aus dem Jahr 1956, und hier vor allem die Bandanstöße, die jeweils einen Arm des Malteserkreuzes darstellen. Uhrenexperte Timm Delfs über den Zuwachs bei Vacheron Constantin: „Sie hebt sich angenehm von anderen Vintage-Versuchen ab, indem sie nicht einfach eine vergrößerte Kopie des Originals ist". Hört sich gut an – wie James Bay und Benjamin Clementine.

Links: Wirbelwind. Das Spitzenmodell der Linie zeigt sein Tourbillon bei sechs Uhr. Rechts: Für Einsteiger. „FiftySix Automatik“ in Stahl für
Links: Wirbelwind. Das Spitzenmodell der Linie zeigt sein Tourbillon bei sechs Uhr. Rechts: Für Einsteiger. „FiftySix Automatik“ in Stahl für 11.600 Euro.(c) Beigestellt