Trump attackiert US-Senatorin im Streit um Millionen-Dollar-Wette

Elizabeth Warren kandidiert erneut für den Senatssitz in Massachusetts.
Elizabeth Warren kandidiert erneut für den Senatssitz in Massachusetts.APA/AFP/JOSEPH PREZIOSO

US-Präsident Trump beschimpft die demokratische Senatorin Elizabeth Warren als Schwindlerin. Warren gibt an, Nachfahrin von Ureinwohnern Amerikas zu sein. Trump wettete dagegen, will sich daran aber nicht erinnern.

US-Präsident Donald Trump hat mit einer Gegenoffensive auf die Forderung von US-Senatorin Elizabeth Warren reagiert, Wettschulden in Höhe von einer Million Dollar (863.483,29 Euro) einzulösen. In mehreren Tweets arbeitete sich Trump am Dienstag an der Demokratin ab und beschimpfte sie als Schwindlerin, die die Öffentlichkeit mit einem gefälschten DNA-Test über ihre Herkunft täuschen wolle.

Trump hatte die Senatorin aus dem US-Bundesstaat Massachusetts schon in der Vergangenheit immer wieder angegriffen und öffentlich deren Angaben angezweifelt, wonach unter ihren Vorfahren amerikanische Ureinwohner sind. Er verspottet Warren regelmäßig als "Pocahontas", eine berühmte Ureinwohnerin aus dem 17. Jahrhundert.

Bei einem Auftritt im Juli hatte Trump gesagt, sollte Warren 2020 für die oppositionellen Demokraten als Präsidentschaftskandidatin antreten, werde er sie zu einem DNA-Test auffordern. Er werde ihr dann sagen: "Ich werde Ihnen eine Millionen Dollar für Ihre bevorzugte Wohltätigkeitsorganisation geben, bezahlt von Trump, wenn Sie den Test machen und er zeigt, dass Sie eine Indianerin sind." Die Aussagen des Präsidenten sind auf Video dokumentiert.

Warren hatte daraufhin am Montag das Ergebnis eines vom "Boston Globe" veröffentlichten DNA-Tests vorgelegt, wonach es "überzeugende Beweise" dafür gibt, dass einer ihrer Vorfahren vor sechs bis zehn Generationen ein amerikanischer Ureinwohner war. Und: Sie forderte Trump auf, seine Wettschulden einzulösen. Trump ließ aber bereits am Montag erkennen, dass er nicht vorhat, das zu tun - und bestritt, dass er eine solche Wette je angeboten habe.

Warren tritt bei den Zwischenwahlen am 6. November wieder für ihren Senatssitz in Massachusetts an. Sie gilt als Favoritin.

(APA/dpa)