SPD nominiert Barley als Spitzenkandidatin für Europawahl

Katarina Barley wechselt vom Justizministerium ins EU-Parlament - nach den Wahlen.
Katarina Barley wechselt vom Justizministerium ins EU-Parlament - nach den Wahlen.REUTERS
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Barley soll ihr Amt als Justizministerin bis zum Wechsel ins EU-Parlament behalten.

Justizministerin Katarina Barley soll die deutsche SPD als Spitzenkandidatin in die Europawahl führen. Das Parteipräsidium habe sich einstimmig für Barley ausgesprochen, sagte SPD-Chefin Andrea Nahles am Mittwoch in Berlin. Auf Listenplatz zwei soll der derzeitige Fraktionsvorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, Udo Bullmann, antreten.

Barley sagte, sie wolle ihr Amt als Justizministerin bis zu ihrem Wechsel ins EU-Parlament weiterführen. Die Wahlen zum europäischen Parlament finden im Mai 2019 statt.

Bei der Europawahl 2014 hatte die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz ein für die SPD aus heutiger Sicht starkes Ergebnis von 27,3 Prozent geholt. Schulz war auch Gesamtspitzenkandidat der europäischen Sozialisten. Nach den jüngsten Tiefschlägen will sich Parteichefin Andrea Nahles mit der Personalie etwas Luft verschaffen. Die Suche war schwierig verlaufen.

Barley ist Europäerin durch und durch, ihr Lebensgefährte ist ein niederländischer Basketballtrainer, der in Amsterdam lebt. In ihrer rheinland-pfälzischen Heimat kann man grenzenlos an einem Tag mit dem Rad durch vier Länder fahren. Barley war zuvor schon Familienministerin und SPD-Generalsekretärin.

Sie sei beruflich und privat "sehr intensiv mit Europa verbunden", betonte die 49-Jährige. Barley hat einen britischen Vater und eine deutsche Mutter, sie besitzt beide Staatsbürgerschaften. Als weiter Motivation führte die SPD-Politikerin an, dass sie ihren Beitrag dazu leisten möchte, "dass es nach oben geht für die Sozialdemokratie".

(APA/AFP)

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