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Tausende Migranten aus Mittelamerika übernachteten auf Brücke

Tausende warteten auf Einlass nach Mexiko.
Tausende warteten auf Einlass nach Mexiko.APA/AFP/PEDRO PARDO
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Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala fliehen vor Gewalt und Armut in ihrer Heimat in Richtung USA und stranden an der Grenze zu Mexiko.

Tausende Migranten aus Mittelamerika haben auf ihrem angestrebten Weg in die USA die Nacht an einem Grenzübergang zwischen Guatemala und Mexiko verbracht. Viele Menschen hätten auf einer Grenzbrücke über dem Fluss Suchiate geschlafen, berichtete die Bürgermeisterin der zuständigen Gemeinde, Sonia Eloina Hernandez Aguilar, am Samstagmorgen (Ortszeit).

Wie viele Menschen es genau gewesen seien, wisse man nicht. In Flüchtlingsunterkünften in ihrer Gemeinde seien etwa 3000 Menschen untergebracht. Sie befürchte, dass die Migranten den Grenzfluss durchschwimmen und auch ohne formal nötige Registrierung ihren Weg fortsetzen wollten.

Mexiko hat dutzende Frauen und Kinder aus Honduras über seine Grenze ins Land gelassen. Der mexikanische Botschafter in Guatemala, Luis Manuel Lopez, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, dass die aufgenommenen Flüchtlinge nach ihrer Registrierung durch die Einwanderungsbehörde in eine Aufnahmeeinrichtung in der Stadt Tapachula gebracht würden.

Nur wenige traten freiwillig Heimreise an

Am Freitag hatten die Migranten einen Grenzzaun zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern überwunden, um nach Mexiko zu gelangen und von dort aus bis an die US-Grenze weiterzureisen. Schätzungen zufolge befanden sich zwischen 5000 und 6000 Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala an der Grenze.

Einige wenige hätten freiwillig die Rückkehr nach Honduras per Bus angetreten, teilte die Nationale Zivilpolizei Guatemalas auf Twitter mit. Insgesamt 18 Migranten hätten sich am Samstag früh für diese Option entschieden, hieß es zunächst von der Polizei.

US-Präsident Donald Trump forderte Mexiko am Donnerstag auf, den "Ansturm" zu stoppen, andernfalls werde er das Militär einsetzen und die Südgrenze schließen. Schon vorher hatte er Guatemala, Honduras und El Salvador damit gedroht, alle Finanzhilfen zu streichen, wenn sie die Migranten ziehen ließen.

REUTERS
APA/AFP/ORLANDO SIERRA
APA/AFP/PEDRO PARDO

 

(APA/dpa)