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Niederlage in Hartberg: Kühbauers Herkulesaufgabe bei Rapid

Hartberger Jubel, konsternierter Sonnleitner
Hartberger Jubel, konsternierter SonnleitnerGEPA pictures

Die Hütteldorfer verloren nach erschreckend schwacher Vorstellung mit 0:3.

Zwei Wochen lang hatte Dietmar Kühbauer während der Länderspielpause Zeit, um mit der Rapid-Mannschaft an Fitness und Spielidee zu feilen. Das Ergebnis fiel mit einer 0:3-Niederlage am Samstag in Hartberg allerdings ernüchternd aus: Kaum Bewegung im grün-weißen Spiel, ungenaue Pässe en masse und überraschend wenig Biss in den Zweikämpfen. Das nutzen die frech auftretenden Steirer aus und lagen durch Sittsam (9.) und Tadic (17.) schon zur Pause 2:0 voran – in beiden Fällen machte die Rapid-Abwehr keine gute Figur. Hartberg hätte sogar noch höher führen können, doch Rep (14.) und Blauensteiner (27.) vergaben aus bester Position.

Kühbauers Halbzeitansprache sorgte zumindest kurzfristig für Schwung im grün-weißen Spiel. Der eingewechselte Ivan hatte die große Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, scheiterte aber an Swete (47.). Hartberg fühlte sich im Kontern allerdings überaus wohl. Als Bolingoli schlief, war Sanogo auf und davon, seinen Stanglpass schob Flecker zum 3:0 ein (65.). Einzig Rapid-Torhüter Strebinger erreichte Normalform und verhinderte gegen Kröpfl (76.), Sanogo (78.) und Ljubic (92.) eine noch höhere Niederlage.

"Wenn ich Statistik sehe, bin ich nicht verwundert. Wenn man keine Zweikämpfe bestreitet, hat man es nicht verdient in Hartberg zu gewinnen. Ohne dem geht es im Fußball nicht", resümierte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer, der zu hartes Training in der Länderspielpause ausschloss. "Mir war bewusst, dass ich nicht herkomme und den Zauberstab auspacke. Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden, das ist nicht das, was Rapid spielen sollte."

(red)