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Europa

EU: Die ungelöste Schattenmigration

(c) REUTERS (Leonhard Foeger)
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Hunderttausende aufgegriffene illegale Zuwanderer und abgewiesene Asylwerber verbleiben Jahr für Jahr in den EU-Mitgliedstaaten.

Wien/Brüssel. Die Zuwanderung ist nicht mehr das große Problem: An den Außengrenzen der EU kommen Jahr für Jahr weniger Flüchtlinge und Migranten an. Aber die europäischen Staaten haben es drei Jahre nach der großen Migrationswelle nicht geschafft, konsequent gegen die bereits im Land befindlichen illegalen Migranten vorzugehen. Vergangenes Jahr wurden EU-weit 618.780 illegale Aufenthalte festgestellt. Die größte Gruppe waren 2017 Albaner vor Syrern und Marokkanern. Obwohl es hier auch einzelne Doppelzählungen durch mehrere Mitgliedstaaten gegeben haben dürfte, belegen die vom Statistischen Amt der EU erhobenen Zahlen das Problem. Denn die Aufforderungen der Behörden an diese Personen, die EU-Länder wieder verlassen, wurde großteils nicht umgesetzt. Laut Eurostat wanderten im vergangenen Jahr lediglich 214.150 illegale Einwanderer nach ihrer offiziellen Ausweisung wieder zurück. Die restlichen rund 400.000 verblieben also im Gebiet der EU. In den Jahren davor war das Bild kaum anders (siehe Grafik).