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Wintereinbruch zur falschen Zeit: Sölden-Riesentorlauf abgesagt

APA/BARBARA GINDL
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Neuschnee, Wind und Verwehungen: Wieder fällt der Weltcupauftakt der Herren in Sölden dem Wetter zum Opfer, wieder müssen Hirscher und Co. frühzeitig abreisen. Dieses Mal aber wird das Rennen nachgetragen.

„Das Wetter und die Verwandten können wir uns nicht aussuchen.“ Manuel Feller hätte sich wie alle Weltcup-Riesentorläufer auf das erste Saisonrennen in Sölden gefreut, wäre „topmotiviert und sicher bereit gewesen.“ Doch in der Nacht auf Sonntag fielen auf dem Rettenbachferner fünfzig Zentimeter Neuschnee, schon in den Morgenstunden haben sich die Veranstalter für eine Absage entschieden.

Trotz Arbeitsbeginn um zwei Uhr früh war es nicht möglich gewesen, den Schnee aus der Piste zu schaffen und für renntaugliche Bedingungen zu sorgen. Zudem war mit weiterem Schneefall und aufkommendem Wind zu rechnen. Die Entscheidung zur Absage trafen Jury, Organisator und ÖSV gemeinsam. „Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht. Die Veranstalter haben alles getan. Ein Heimrennen ist immer etwas besonderes, daher ist es wirklich schade“, erklärte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum.

„Ein Déjà-vu zum vergangenen Jahr. Aber die letzte Saison war dann schlussendlich auch nicht so schlecht“, meinte Feller, der zuletzt beste rot-weiß-rote Riesentorläufer hinter Marcel Hirscher. Schon 2017 hatte ein Sturm über dem Ötztal den Saisonauftakt der Herren verhindert.
Nach der Absage im Vorjahr wurde das Reglement allerdings geändert, heuer kann der Riesentorlauf nachgeholt werden. Wo das sein wird, will die FIS noch am Montag bekannt geben. Favorit ist Alta Badia, also jener Ort, wo ÖSV-Star Hirscher zuletzt fünfmal in Folge gewonnen hat.

Lappland und Nordamerika

Am Samstag war zumindest der Riesentorlauf der Damen bei schwierigen Verhältnissen über die Bühne gegangen. Gefahren wurde vom Reservestart, es gewann die Französin Tessa Worley. Beste Österreicherin war Stephanie Brunner, die Tirolerin, 24, meldete sich nach ihrem Kreuzbandriss eindrucksvoll zurück.

Die nächsten Weltcuprennen steigen im finnischen Lappland, am 17. und 18. November stehen in Levi Damen- und Herrenslalom auf dem Programm. Die ÖSV-Riesentorläufer übersiedeln nach ihrer vorzeitigen Sölden-Abreise für die Bewerbe in Killington (Damen, 24. November) und Beaver Creek (Herren, 2. Dezember) in die USA. Und im Ötztal darf man sich zumindest über den kräftigen Wintereinbruch freuen, der Skibetrieb ist nun garantiert.

(joe)