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Wer baut, gestaltet. Aber wie?

Dank einer Asfinag-Initiative vor zehn Jahren wurde beim heimischen Straßenbau Gestaltungskultur in den Mittelpunkt gerückt. Nun wurde das Gestaltungsgremium aufgelöst: Kommt es zu einer Rückkehr des Irgendwie von ehedem?

Sie ist so schön, die heimatliche Landschaft mit ihren Bergen, Tälern, Seen, Wäldern und Straßen. Ja, auch Straßen sind Teil unserer Kulturlandschaft – und sogar kein unwesentlicher. Denn die Erschließung und Anbindung aller Teile des Landes ist in einer Gesellschaft, die maximale Mobilität einfordert, oberste Priorität. Doch Straßen, insbesondere Autobahnen und Schnellstraßen, geraten immer wieder in Konflikt mit den Anforderungen des Schutzgutes Landschaft. Aufgrund der notwendigen Dimensionierung greifen sie massiv in unsere Lebensräume ein.

Auf der anderen Seite stehen Hochleistungsstraßen mit ihren großradialen Biegungen durchaus auch positiv besetzt für Fortschritt und Innovationskraft. Und zusammen mit unzähligen Tunneln, Lärmschutzwänden, Brücken, Rastplätzen, Parkplätzen, Mautstationen und Autobahnmeistereien werden Autobahnen zu einer besonderen Ausdrucksform der jeweiligen Baukultur einer Gesellschaft. Der Grad der Landschaftsverträglichkeit und die Qualität der architektonischen Gestaltung der Infrastrukturmaßnahmen sagen daher viel über uns als Gesellschaft aus.