VW-SUVs sind in den USA beliebt

Symbolbild.
Symbolbild. (c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)
  • Drucken

Die VW-Aktie lag am Freitagnachmittag zeitweise mehr als vier Prozent im Plus.

Wolfsburg. Am Freitag gab es zur Abwechslung erfreuliche Nachrichten für VW-Aktionäre, die das Papier um zeitweise mehr als vier Prozent steigen ließen. Grund ist die starke Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks in den USA. Die Wolfsburger erhielten ein großes Stück des Kuchens. 29.000 Neuwagen mit dem VW-Logo wurden im Oktober in den USA verkauft, das ist ein Plus von 5,4 Prozent. Damit scheint sich VW von der Dieselaffäre, die in den USA zeitweise den Absatz hatte einbrechen lassen, zu erholen. Vor allem die Stadtgeländewagen Atlas und Tiguan erfreuen sich den USA großer Beliebtheit. „Unsere SUVs haben uns das ganze Jahr über angeschoben“, sagte VW-Manager Derrick Hatami. Die Sport- und Geländewagen-Tochter Porsche schaffte im Oktober ebenfalls ein Absatzplus von 2,2 Prozent auf 4817 Fahrzeuge. Ergebnisse von Audi gab es zunächst nicht.

Auch Daimler brachte mit 31.814 Wagen im Oktober 0,9 Prozent mehr Autos auf die Straßen der USA als im Vorjahr. Von der Hauptmarke Mercedes-Benz wurden jedoch nur 27.537 Stück abgesetzt – ein Minus von 4,9 Prozent. Der Van-Verkauf sprang hingegen um 71 Prozent auf 4182 Fahrzeuge in die Höhe. BMW schaffte mit 23.262 Autos ein Plus von 0,2 Prozent. Sowohl die Daimler- als auch die BMW-Aktie lagen am Freitagnachmittag in einem allgemein freundlichen Umfeld im Plus, blieben aber hinter VW zurück.

Absatzrückgang für Ford

Die deutschen Autobauer sind in den USA jedoch nach wie vor Nischenplayer hinter der einheimischen Konkurrenz und jener aus Japan: Ford konnte zwar den Verkauf von Geländewagen um 6,7 Prozent steigern, musste insgesamt aber einen um fast vier Prozent rückläufigen Absatz auf 193.000 Fahrzeuge hinnehmen. Der US-Autobauer hat bereits angekündigt, die Produktion von den immer weniger gefragten Limousinen in den USA schrittweise einzustellen. Fiat Chrysler schaffte ein Plus von 16 Prozent auf 177.000 Fahrzeuge. Toyota verzeichnete zwar insgesamt ein Absatzplus von 1,4 Prozent, blieb mit 191.000 verkauften Fahrzeugen aber knapp hinter Ford zurück. Zahlen von GM lagen zunächst nicht vor.

Insgesamt wird damit gerechnet, dass der Autoabsatz in den USA 2018 nach dem Rekordjahr 2016 mit fast 18 Millionen verkauften Fahrzeugen weiter zurückgeht. Doch den Herstellern kommt der Trend zu Geländewagen zugute, weil diese Großfahrzeuge in der Regel rentabler sind. (ag./red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2018)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.