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Wissenschaft

Paliativforschung: Wenn die Kümmerer unterwegs sind

Der Ausflug – oder eine andere Abwechslung – kann Freude bereiten. Auch Menschen in ihrem allerletzten Lebensabschnitt erleben Glücksgefühle.
Der Ausflug – oder eine andere Abwechslung – kann Freude bereiten. Auch Menschen in ihrem allerletzten Lebensabschnitt erleben Glücksgefühle.(c) Getty Images (Dean Mitchell)
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Mit der Enttabuisierung des Sterbens rücken auch die Bedürfnisse und Wünsche von schwerkranken oder vor dem Tod stehenden Menschen in den Blickpunkt. Gefragt sind zeitgemäße „Sorgenetzwerke“.

Gutes Sterben“, so eigenartig das für manche klingen mag: Diese Aussage steht bzw. stand im Mittelpunkt der Arbeiten der Mitarbeiter des Instituts für Palliative Care und Organisationsethik des IFF Wien, einer Fakultät der Uni Klagenfurt. Derzeit wird das Institut freilich aufgelöst bzw. umstrukturiert. Man widme sich „vor allem der Frage, wie die Versorgung von alten, chronisch kranken, demenziell veränderten, schwerkranken und sterbenden Menschen in modernen Industriegesellschaften weiterentwickelt werden kann“, lautet der Lehr- und Forschungsauftrag des (bisherigen) Instituts.

Katharina Heimerl, die langjährige Leiterin des Instituts, spricht von einer Enttabuisierung des Sterbens, die in den vergangenen Jahrzehnten – nämlich seit Beginn der modernen Hospizbewegung in den 1980er-Jahren – stattgefunden habe. „Die Berührungsängste, sich mit Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen, sind geringer geworden“, so die promovierte Medizinerin und Assoziierte Professorin. Der kontroversiellen Auseinandersetzung um die Tötung auf Verlangen und Suizid haben Heimerl und ihr Team ihr Forschungsprojekt entgegengestellt.