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Es gibt derzeit keine Billionenfirma

Der Apple-Kurs fiel um zeitweise über sechs Prozent.
Der Apple-Kurs fiel um zeitweise über sechs Prozent.(c) APA/AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SULL
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Apple und Amazon mit Einbußen beim Börsenwert.

Wien. Was für eine Meldung: „Apple knackt die Billionenmarke“ hat es Anfang August über die Bildschirme getickert. Als erstes Unternehmen der Welt hat es der iPhone-Hersteller geschafft, diesen Rekordbörsenwert zu knacken.

Doch vergangene Woche war damit Schluss: Der Apple-Kurs fiel um zeitweise über sechs Prozent, weil der Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft enttäuschend ausgefallen war. Auch, dass der Konzern künftig keine Verkaufszahlen für sein iPhone mehr angibt, gefiel den Anlegern nicht. Der Billionenwert war weg.

Amazon hielt sich überhaupt nur ganz kurz auf dem Billionenthron. Das Papier war im Jahresverlauf stark angestiegen. Als das Unternehmen mit seinen vor Kurzem präsentierten Umsatzzahlen aber leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurückfiel, verlor die Aktie rund acht Prozent. Der Börsenwert schrumpfte daraufhin um 68 Mrd. Dollar. Derzeit beträgt die Marktkapitalisierung des Onlinehändlers 815 Mrd. Dollar. Microsoft liegt mit 816 Mrd. Dollar knapp darüber. Zuvor war das umgekehrt, Microsoft rangierte „nur“ auf Platz drei. Das US-Software-Unternehmen konnte die Investoren aber mit seinen Erstquartalszahlen überzeugen. (nst)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2018)