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JP Morgan-Chef warnt vor Krise durch Italien

JP Morgan-Chef Jamie Dimon.
JP Morgan-Chef Jamie Dimon.(c) APA/AFP/GETTY IMAGES/SCOTT OLSON
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Die Bank rät Anlegern generell zu einem defensiveren Portfolio.

Berlin/New York. JP Morgan-Chef Jamie Dimon hat vor einer schweren Krise in Europa durch die jüngste Entwicklung in Italien gewarnt. „Ich sage sie nicht voraus und ich weiß nicht, ob die Wahrscheinlichkeit bei zwei oder bei 20 Prozent liegt“, sagte Dimon vorige Woche dem „Handelsblatt“: „Aber ja, das könnte passieren.“

Es habe in der jüngsten Vergangenheit viele politische Probleme gegeben, „die nicht gut gelöst wurden, und dies ist eines davon.“ Er sorge sich um Europas Stabilität. „Die langfristige Gesundheit Europas ist wichtig für die gesamte Welt“, so Dimon: Neben dem Brexit berge die Lage in Italien das Risiko, einen Riss – gerade in der Eurozone – zu verursachen.

Generell erwarten die Experten von JP Morgan Asset Management, dass sich an der seit einigen Wochen vorherrschenden Volatilität und Unsicherheit an den Kapitalmärkten vorerst nicht viel ändern wird. „Die Zahlen der konjunkturellen Frühindikatoren sind Stück für Stück etwas schlechter geworden“, so Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt, in einer Aussendung. Anleger sollten angesichts der höheren Volatilität in der Zyklus-Spätphase in Betracht ziehen, ihr Portfolio etwas defensiver auszurichten. (Apa/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2018)