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Energie

Warum der Ölpreis so stark fällt

FILE PHOTO: An oil tanker is being loaded at Saudi Aramco's Ras Tanura oil refinery and oil terminal in Saudi Arabia
REUTERS
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Kletterte der Preis für ein Fass Öl Anfang Oktober noch auf ein Zwölf-Monats-Hoch, hat er sich davon mittlerweile doch recht deutlich entfernt. Trotz der US-Sanktionen gegen den Iran ist zu viel Öl auf dem Markt.

Wien. Am Montag traten die US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Ein Faktum, das schon seit Monaten bekannt ist. Die Rohstoffmärkte konnten sich also entsprechend gut darauf vorbereiten. Und das taten sie auch – mit steigenden Ölpreisen. Anfang Oktober kletterte der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent auf ein Ein-Jahres-Hoch von rund 86 Dollar. Seitdem der Preis diesen Wert erreicht hatte, ist er allerdings gefallen. Und zwar ziemlich drastisch. Um gut 15 Prozent, binnen weniger Wochen.

„Amerika wollte Ölverkäufe des Iran auf null kürzen. Aber wir werden unser Öl weiter verkaufen, die Sanktionen brechen“, sagte Irans Präsident Hassan Rouhani am Montag dazu. Auf den Ölpreis hatte das gestern allerdings kaum noch Auswirkungen. Auch nicht, dass es für jene acht Länder (darunter die Türkei, China, Indien), die zu den größten Abnehmern iranischen Öls zählen, vorübergehend Ausnahmen geben soll. Denn darüber wurde schon seit Anfang Oktober spekuliert. Der Iran nimmt innerhalb der Erdöl exportierenden Länder (Opec) den drittwichtigsten Rang ein.