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ATP Finals: Thiem bekommt es nun mit Federer zu tun

APA/AFP/GLYN KIRK
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Der Schweizer musste sich in London Kei Nishikori geschlagen geben. Im direkten Duell mit dem Altstar führt Thiem 2:1.

Sein Bezwinger Kei Nishikori gab gerade auf dem Platz noch sein Siegerinterview, da saß Roger Federer am Sonntagabend schon im Presseraum. Möglichst schnell wollte der Schweizer Superstar die überraschende 6:7(4),3:6-Niederlage gegen den Japaner abhaken, dazu gehört eben auch die Medienarbeit.

Nach seinem starken Auftritt in Paris-Bercy, als er sich Novak Djokovic erst nach einem Drei-Stunden-Klassiker in knappen drei Sätzen hatte geschlagen geben müssen, passierte Federer bei seinem 16. Masters ein Fehlstart. Der 37-jährige Eidgenosse musste sich im zehnten Duell mit Nishikori zum dritten Mal geschlagen geben, dabei hatte er die vergangenen sechs Begegnungen mit dem erst spät ins Turnier gerutschten Nishikori gewonnen.

"Wir haben beide zu Beginn ein bisschen Probleme gehabt. Man hat gesehen, es war eine Art Erstrundenmatch. Im zweiten Satz ist der Level etwas nach oben gegangen", sagte Federer. Der Schlüssel für seine Niederlage? "Die ungefähr zehn Minuten am Ende des ersten Satzes bis vielleicht zum 1:1 im zweiten Satz." Federer hatte nach dem verlorenen Tiebreak sofort das Break im Auftaktgame geschafft, gleich aber wieder seinen Aufschlag abgeben müssen.

Zuvor hatte er bei 6:5 und 15:30 einen Punkt zum 15:40 und damit zwei Satzbällen vermeintlich schon gemacht, als Nishikori den Ball noch irgendwie und unnehmbar für Federer übers Netz brachte. Federer schoss daraufhin einen Ball ins Publikum und erhielt dafür eine Verwarnung. Alles in allem war es eine "unrunde" Leistung des 20-fachen Major-Siegers.

Damit ist überraschend eben nicht Nishikori, sondern Federer der nächste Gegner von Dominic Thiem in der Gruppe "Lleyton Hewitt". Thiem hatte zuvor mit dem gleichen Satz-Ergebnis gegen Kevin Anderson verloren. Der Südafrikaner trifft am Dienstag auf Nishikori.

Thiem ist einer der wenigen Spieler, die gegen den Rekordgewinner von Grand-Slam-Turnieren aus der Schweiz eine positive Bilanz zu Buche stehen haben. Der 25-jährige Niederösterreicher führt im Head-to-Head mit 2:1. Alle drei bisherigen Partien gingen im Jahr 2016 in Szene. Das bisher letzte gab es im Juni auf Rasen in Stuttgart, als Thiem mit 3:6,7:6(7),6:4 gewonnen hat.

"Wir haben lange nicht gegeneinander gespielt. Ich habe über dieses Match noch nicht nachgedacht, um ehrlich zu sein. Ich hatte nicht genug Zeit", meinte Federer. "Ich weiß einfach nur, dass ich besser spielen muss als heute."

(APA)