Drum prüfe, wer sein Geld bindet

Der Gang zu einer Privatbank ergibt ab einer gewissen Vermögenshöhe Sinn. Für die Auswahl sollte man sich Zeit nehmen.huntersrace.unsplash

Die heimischen Privatbanken haben in den vergangenen Jahren ihre Qualität deutlich gesteigert – auch im internationalen Vergleich. Bei der Auswahl des Instituts gibt es aber ein paar Grundregeln, die beachtet werden sollten.

Österreich sei „die neue Großmacht im Private Banking“. Dieses durchaus euphorische Zeugnis stellten die deutschen Fuchsbriefe im Vorjahr den heimischen Privatbanken aus. Ein Urteil, das nicht von irgendwem kommt. Schließlich beschäftigt sich der Berliner Spezialverlag schon seit Jahrzehnten mit der Beobachtung und Bewertung der Branche im gesamten DACH-Raum. Und hierbei konnten mit dem Bankhaus Spängler und der Bank Gutmann 2017 die ersten beiden Plätze von österreichischen Instituten ergattert werden. Ähnlich positiv das Ergebnis beim in München beheimateten Elite-Report. Von den 352 untersuchten Instituten fielen 43 in die höchste Bewertungsklasse – fünf davon aus Österreich. Und mit der Schoellerbank war es auch hier eine Privatbank aus Österreich, die sich, allerdings ex aequo mit sieben deutschen, einer schweizer und einer liechtensteinischen Bank, an die Spitze der Wertung setzte.

Vor allem die Qualität sei es, warum die heimischen Institute so gute Ergebnisse erzielt haben, erklärt Ralf Vielhaber, Chefredakteur der Fuchsbriefe. „Qualität bedeutet in diesem Zusammenhang: Prozesssicherheit, Empathie gegenüber den Bedürfnissen der Kunden sowie Fachkompetenz im mündlichen wie im schriftlichen Teil der Beratung.“ Entscheidend für einen potenziellen Privatbankkunden sei es, dass der Berater seine individuellen Bedürfnisse ausreichend erkennt – und nicht sozusagen bloß Produkte von der Stange anbietet. Doch für welches Kundensegment kommt Private Banking überhaupt in Frage?