Brexit: Was nun auf dem Spiel steht

Premierministerin Theresa May verteidigte den Austrittsdeal am Mittwoch erstmals im Unterhaus. Die Abstimmung darüber dürfte Mitte Dezember stattfinden.
Premierministerin Theresa May verteidigte den Austrittsdeal am Mittwoch erstmals im Unterhaus. Die Abstimmung darüber dürfte Mitte Dezember stattfinden.(c) APA/AFP/HO (HO)

Scheitert May mit der Durchsetzung ihres Brexit-Deals, hätte das auch Auswirkungen auf Österreich: Die schlimmsten müssten aber Briten und Iren tragen.

London/Wien. Premierministerin Theresa May hatte es am Mittwoch schwer, die erste große Hürde für den vorbereiteten EU-Austrittsvertrag in ihrem Kabinett zu nehmen. Die noch größere Hürde wartet für sie im Unterhaus. Die Abgeordneten stehen alles andere als geschlossen hinter dem vorbereiteten Deal, mit dem Großbritannien bis auf Weiteres in einer Zollunion mit der EU bleiben soll. Die Zollunion ist der Kern dieses Vertrags, denn durch den weiteren Freihandel mit Gütern kann die Grenze zwischen Irland und Nordirland offen bleiben. Auch die Kontrollen zwischen Nordirland und Restgroßbritannien, wie das die EU-Verhandler mit dem sogenannten Backstop abgesichert haben wollten, wird es in diesem Fall nicht geben.