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Firmengewinne: Europas Unternehmen könnten für eine Überraschung sorgen

Der Handelsstreit der USA mit China, aber auch die Aussicht auf steigende Zinsen in diesem Land machen die Anleger zunehmend nervös.
Der Handelsstreit der USA mit China, aber auch die Aussicht auf steigende Zinsen in diesem Land machen die Anleger zunehmend nervös.(c) REUTERS (YORGOS KARAHALIS)
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Die Unsicherheit an den Börsen wächst. Umso interessanter werden nun die tatsächlichen Gewinne der Firmen. Auffällig, dass die Erwartungen fast überall sinken. Aber warum ist Europa eine Ausnahme?

Wien. Die amerikanischen Börsen haben in den vergangenen Wochen eine regelrechte Achterbahnfahrt hingelegt. Mal ging es acht Prozent runter, dann wieder rauf, bis der nächste Rücksetzer und dann noch einer folgte. Unterm Strich, also seit Jahresbeginn, sind die US-Märkte zwar auf Dollar- und auf Eurobasis im Plus. Allerdings hat das Jahr 2018 noch einige Handelswochen vor sich. Und wir wissen, dass Verluste an den Börsen meist schneller entstehen als Gewinne.
Der Handelsstreit der USA mit China, aber auch die Aussicht auf steigende Zinsen in diesem Land machen die Anleger zunehmend nervös. In den nächsten Monaten wird daher auch ausschlaggebend sein, wie sich die Gewinne der Unternehmen tatsächlich entwickeln. Die Konjunktur sollte den Firmen auch noch 2019 in die Hände spielen. Eines ist aber auch klar: Leichter oder besser wird es wohl nicht mehr.
Zuletzt waren es vor allem Technologiewerte, die die Börsen nach unten drückten. Sieht man sich die Sektorgewichtung an, wird schnell deutlich warum: Im breiten Standard & Poor's 500-Index machen Facebook, Google und Co. immerhin rund 26,2 Prozent des Gesamtvolumens aus. In den vergangenen Jahren hatten die Silicon-Valley-Firmen hohe Bewertungen erreicht, die Zuneigung der Investoren hielt sich zuletzt aber in Grenzen. Einige Titel enttäuschten mit ihren Ergebnissen – oder ihren Erwartungen.