Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Trump droht CNN-Reporter erneut mit Hausverbot

Jim Acosta ist im Weißen Haus nicht mehr gerne gesehen.
Jim Acosta ist im Weißen Haus nicht mehr gerne gesehen.imago/UPI Photo
  • Drucken

US-Präsident Trump will Jim Acosta die Akkreditierung entziehen, sobald die einstweilige Verfügung des Gerichts ausläuft. CNN will eine Notfall-Anhörung vor Gericht deswegen.

Das Match Donald Trump gegen Jim Acosta ist noch nicht vorüber. Wie CNN berichtet, will der US-Präsident dem CNN-Journalisten die Presse-Akkreditierung für das Weiße Haus in Washington erneut entziehen. Das wollte er bereits nach jenem kleinen Wortgefecht bei einer Pressekonferenz Anfang November machen, ein Gericht verhinderte dies aber. Nun gab es einen weiteren Brief des Präsidenten-Teams an Acosta. Daran kündigten Trumps Presse-Chefin Sarah Sanders und sein Vize-Stabschef Bill Shine an, Acosta nicht mehr ins Weiße Haus zu lassen, so bald die einstweilige Verfügung des Gerichts abgelaufen sei.

CNN will nun eine Notfall-Anhöfung vor dem Gericht erzwingen, wie es in einer Aussendung des Senders heißt. "Das Weiße Haus bricht fortwährend den ersten und fünften Zusatz der Verfassung. Dieses Vorgehen bedroht alle Journalisten und Nachrichtenmedien. Jim Acosta und CNN werden weiterhin über das Weiße Haus und den Präsidenten berichten".

CNN-Korrespondent Jim Acosta hatte Ende letzter Woche per Gerichtsbeschluss vorübergehend seine Akkreditierung für das Weiße Haus zurückerhalten, die ihm nach einem Wutausbruch von US-Präsident Donald Trump entzogen worden war. Es müsse ein geregeltes Verfahren geben, um den Zugang eines Journalisten zum Weißen Haus zu beschneiden, hatte Bezirksrichter Timothy Kelly am Freitag erklärt.

Solange über die Klage von CNN gegen den Entzug der Akkreditierung verhandelt werde, müsse Acosta seinen Presseausweis für das Weiße Haus zurückerhalten.

Weißes Haus will Regeln ändern

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte damals in Reaktion auf die einstweilige Verfügung angekündigt, die Regeln für Trumps Pressekonferenzen neu fassen, damit diese "künftig fair und geordnet" verliefen. "Es muss Anstand im Weißen Haus geben", erklärte Sanders.

Trump hatte Acosta bei einer Pressekonferenz vor gut einer Woche das Wort abgeschnitten und ihn beleidigt, als er Fragen zu Einwanderung und Russland stellen wollte. "Das reicht", sagte er mehrmals. Eine Praktikantin des Weißen Hauses versuchte dann vergeblich, Acosta das Mikrofon abzunehmen. Daraufhin sagte Trump: "CNN sollte sich dafür schämen, dass Sie dort arbeiten. Sie sind eine unhöfliche und schreckliche Person." Kurz danach entzog das Präsidialamt Acosta die Akkreditierung.

>> Der Bericht auf cnn.com

(Red./APA/Reuters/AFP)