Societe Generale zahlt weitere Milliarden-Strafe an US-Behörden

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Illegale Transaktionen in Milliardenhöhe in Länder wie Iran, Kuba, Sudan und Libyen kommen der französischen Großbank Societe Generale teuer zu stehen.

Die französische Bank Societe Generale hat einer weiteren Milliarden-Strafzahlung an mehrere US-Behörden und -Institutionen zugestimmt. Gegen die Zahlung von 1,34 Milliarden Dollar würden die Ermittlungen zu Überweisungen der Bank an Kunden in Ländern eingestellt, mit denen gegen Embargos oder Sanktionen der USA verstoßen worden sei, teilte die US-Notenbank am Montag mit. Von 2003 bis 2013 habe das Geldhaus illegale Transaktionen in Milliardenhöhe etwa in Länder wie Iran, Kuba, Sudan und Libyen ausgeführt, hieß es weiter. Die Strafen waren unter anderem von der Notenbank Fed, dem Justizministerium und der Behörde für die Kontrolle von Auslandsvermögen verhängt worden. Nach Angaben der Bank sind die Strafzahlungen durch Rückstellungen vollständig abgedeckt. Die Einigung habe keine weiteren Auswirkungen auf die 2018er Ergebnisse.

Schon im Juni hatte sich die Bank mit französischen und amerikanischen Behörden auf die Zahlung von insgesamt mehr als einer Milliarde Dollar geeinigt. Damals ging es um die mutmaßliche Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor sowie um eine mutmaßliche Bestechungsaffäre in Libyen.