„Der ORF muss werden wie Nemo: Bunt, digital, schnell“

Der ORF muss werden wie Nemo: Bunt, digital, schnell
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FP-„Freundeskreis“-Leiter Franz Maurer kritisiert die ORF-Geschäftsführung: Sie sei „too slow“, ihre Ziele „nicht ehrgeizig genug“.

Im Mai 2018 zog Franz Maurer – hauptberuflich Partner eines deutschen Familienunternehmens – auf einem Regierungsticket in den ORF-Stiftungsrat ein. Er leitet den FPÖ-„Freundeskreis“ im obersten ORF-Aufsichtsgremium und skizziert im „Presse“-Interview, was er sich von der ORF-Geschäftsführung erwartet: „Aus unserer Sicht muss der ORF werden wie Nemo: bunt, fröhlich, digital und schnell.“ Und das gepaart mit „guten Inhalten“ und „objektiver Berichterstattung“. An dieser hat die FPÖ zuletzt immer wieder Zweifel angemeldet. Auch Maurer tut das – und zitiert eine vom „Kurier“ in Auftrag gegebene OGM-Umfrage aus dem März: „Es gibt einen hohen zweistelligen Anteil der Leute, die das Programm des ORF nicht objektiv finden.“ Der ORF müsse also „näher an den Kunden“. Man sei „in vielen Bereichen zu weit weg“ – und „das spiegeln auch die Quoten wider“.

Feine Sahne Fischfilet: Kein Verständnis

Maurer kritisiert in diesem Zusammenhang (wie schon zuvor FPÖ-Stiftungsratsvorsitzender Norbert Steger) beispielhaft die Übertragung des Konzerts gegen Rassismus aus Chemnitz durch FM4: „Ein Konzert von Feine Sahne Fischfilet mit Text-Zitaten wie ,Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse‘, das ist aus unserer Sicht nicht der öffentlich-rechtliche Auftrag. Ich glaube, es gibt unter den Gebührenzahlern viele Leute, die kein Verständnis dafür haben.“

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