Im Keller: Le Baron 2017

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Der „Baron" hat Stil, Finesse und Potenzial.

Normalerweise versorgen Philipp ­Geymüller und sein Team Weinfreunde mit ihrer „Abothek". Jeden Monat ­schicken sie ein Weinkisterl ins Haus. Drei Flaschen, meist unbekannte Weingüter aus aller Welt, immer spannend. Doch jetzt hat Geymüller mit Hilfe des Önologen Charly Rol selber einen Wein gemacht. Es ist ein Chardonnay aus dem Familienweingut in Hollenburg bei Krems. Er hört auf den Namen „Le Baron" und soll „möglichst nah an die großen Vorbilder im Burgund kommen". Jetzt hab ich ja generell ein Problem damit, wenn wir weinmäßig andere nachäffen wollen. Das ist in der Vergangenheit meistens ziemlich schiefgegangen. Ich sag nur DAC. Im konkreten Fall ist das aber sehr interessant, der „Baron" hat Stil, Finesse und Potenzial. Noch ist der Sprössling jung und etwas ungeschliffen, sollte also gelüftet und im großen Glas serviert werden. Unterm Strich ist es eine gelungene Premiere der Abotheker. Wäre spannend, wenn sich zum „Baron" eine „Baronesse" à la Grüner Veltliner gesellen könnte.

Philipp Geymüller, „Le Baron 2017", 33 Euro in der Abothek. www.abothek.at