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Österreich

So tief hat Gazprom noch nie in die Tasche gegriffen

Gazprom baut Pipelines auf Teufel komm rausBloomberg
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Der russische Gasriese plant für 2019 die gigantischen Rekordinvestitionen von 17,7 Mrd. Euro. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie er Pipelines auf Teufel komm raus baut, um sich auf dem Gasmarkt zu behaupten. Nicht nur nach Europa.

Um seine führende Position auf dem Weltmarkt zu halten und nach Möglichkeit auch auszubauen, muss der weltweit größte Gaskonzern Gazprom immer tiefer in die Tasche greifen. Konkret wird er dafür im kommenden Jahr 1,325 Billionen Rubel (17,7 Milliarden Euro) ausgeben, wie aus dem soeben abgesegneten Investitionsplan hervorgeht. Der Großteil davon (963 Milliarden Rubel) fließt als Investitionsausgabe (Capex) in die Anschaffung längerfristiger Anlagegüter und den Aufbau geschäftsrelevanter Infrastruktur.

Die geplanten Gesamtausgaben kommen einem neuen Rekord in der Geschichte des halbstaatlichen russischen Unternehmens gleich. Dabei fallen sie in der jetzigen Fassung sogar etwas geringer aus als ursprünglich Ende des Vorjahres veranschlagt. Damals war man noch von 1,4 Billionen Rubel ausgegangen. Es gehört freilich zur Tradition des Konzerns, dass das abgesegnete Investitionsvolumen letztlich deutlich überschritten wird, und zwar im Schnitt um 25 Prozent oder mehr. So war es auch in den vergangenen Jahren – mit Ausnahme des Rezessionsjahres 2016 – der Fall. Realiter belaufen sich die Investitionsausgaben schon seit dem Jahr 2013 auf über einer Billion Rubel – mit kontinuierlich steigender Tendenz. Für das heurige Jahr werden sie übrigens 1,5 Billionen Rubel erreichen.