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"Will diese Aggression nicht": Trump erwägt Absage von Treffen mit Putin

imago/ITAR-TASS
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Nach der Verschärfung des Krim-Konflikts lehnen unterdessen Deutschland und Frankreich neue Sanktionen ab.

US-Präsident Donald Trump überlegt wegen des Ukraine-Konflikts, sein geplantes Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande des G-20-Gipfels abzusagen. Er erwarte noch am Dienstagabend einen umfassenden Bericht seines Sicherheitsteams zu der Beschlagnahmung von ukrainischen Marinebooten durch Russland, sagte Trump im Interview mit der "Washington Post". Dieser werde entscheidend sein.

"Vielleicht wird es dieses Treffen nicht geben. Mir gefällt diese Aggression nicht. Ich will diese Aggression ganz und gar nicht."

Am Rande des G-20-Gipfels, der am Freitag und Samstag in Buenos Aires stattfindet, ist ein längeres Treffen von Trump und Putin geplant. Dabei soll es um Sicherheitsfragen, Rüstungskontrolle, den Nahen Osten und die Ukraine gehen, wie der Sicherheitsberater von Trump, John Bolton, sagte.

Kein neuen EU-Sanktionen?

Nach der jüngsten Verschärfung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland sind Deutschland und Frankreich einem Zeitungsbericht zufolge gegen weitere Sanktionen gegen Russland.

Die beiden Länder hätten sich bei der Sitzung des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees in Brüssel für die Ergreifung von "vertrauensbildenden Maßnahmen" in dem Konflikt ausgesprochen, berichtete "Welt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf EU-Diplomaten. Sanktionen gehörten nicht dazu. Stattdessen wollten die Regierungen in Berlin und Paris ihre diplomatischen Bemühungen fortsetzen. Sie hätten auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ins Spiel gebracht.

EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn hatte am Dienstagabend in Brüssel vor Journalisten bereits angedeutet, dass es wohl keine neuen Russland-Sanktionen geben dürfte.

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft hatte am Dienstag neue Sanktionen gegen Russland ins Gespräch gebracht. Estland und Polen würden dies unterstützen.

Marineboote beschossen

Der seit Jahren schwelende Konflikt um die von Russland annektierte Halbinsel Krim war am Sonntag eskaliert. Russland verwehrte mit Hilfe eines Frachtschiffs drei ukrainischen Marinebooten an der Straße von Kertsch die Einfahrt ins Asowsche Meer. Russische Grenzschutzboote beschossen die ukrainischen Schiffe und verletzten dabei mehrere Matrosen. Anschließend beschlagnahmten sie die Boote.

 

(APA)