Vienna Insurance hält nach Gewinnplus an Zielen fest

VIG-Chefin Elisabeth Stadler
VIG-Chefin Elisabeth StadlerREUTERS
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Österreichs größter Versicherer, die Vienna Insurance Group, sieht sich nach einem Gewinnanstieg in den ersten drei Quartalen auf Kurs.

Die Vienna Insurance Group (VIG) sieht sich nach einem Gewinnanstieg in den ersten drei Quartalen auf Kurs. Der Vorsteuergewinn legte um 6,4 Prozent auf 352,3 Millionen Euro zu, die Prämieneinnahmen stiegen um 2,9 Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro. Vor allem in Österreich, Tschechien sowie dem sonstigen CEE-Raum, der etwa die Ukraine und Serbien umschließt, seien deutliche Zuwächse erzielt worden. Für 2018 werde weiterhin ein Gewinn vor Steuern von 450 bis 470 Millionen Euro erwartet, sagt VIG-Chefin Elisabeth Stadler.

Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen - hat sich heuer wegen niedriger Naturkatastrophenschäden um einen Prozentpunkt auf 96,3 Prozent verbessert. Die Prämieneinnahmen stiegen um 2,9 Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro. 

Signifikante Steigerungen des Vorsteuergewinns habe die VIG in Österreich, Tschechien und im Segment sonstige CEE - darunter Kroatien, Serbien, Mazedonien, Ukraine - verzeichnet. Ein starkes Plus beigetragen habe Ungarn (+34,9 Prozent), vor allem wegen des Wegfalls der Abschreibung für Versicherungsbestände aus der Vienna Life im Vorjahr.

"Einzig in Rumänien verläuft die Entwicklung des Kfz-Versicherungsgeschäfts wenig erfreulich, womit wir diese Marktsituation weiterhin genau beobachten", heißt es in der heutigen Mitteilung. In den ersten drei Quartalen wurde ein Verlust von 72,2 Millionen  Euro ausgewiesen, vor allem wegen der im zweiten Quartal 2018 durchgeführten Abschreibung von Firmenwerten in Höhe von 50,1 Millionen Euro, einer Rückstellungsbildung für ein laufendes, marktweites Wettbewerbsverfahren und einer Stärkung der Reserven in den Kfz-Sparten im dritten Quartal.

Fortgesetzt werde der Ausbau der Assistance-Leistungen mit eigenen Servicegesellschaften. In Polen sei im August eine eigene Global Assistance-Gesellschaft gegründet worden. Seit 1. Oktober sei die bereits 2017 gegründete "Global Assistance Romania" in Rumänien im Kfz-Bereich operativ tätig. In Zukunft werde die Global Assistance in den jeweiligen Ländern den Support sämtlicher Assistance-Leistungen der Sparten Kfz, Reise, Haushalt und Gesundheit übernehmen. Derzeit ist die VIG in fünf Ländern mit einer eigenen Assistance-Gesellschaft tätig.

Im dritten Quartal sei in Österreich die Bankversicherungsgesellschaft s Versicherung mit der Wiener Städtischen Versicherung fusioniert worden, wodurch mit knapp 24 Prozent Marktanteil der größte Lebensversicherer Österreichs entstanden sei. Am Plan stehe nun noch die für Ende dieses Jahres geplante Verschmelzung der tschechischen Bankversicherungsgesellschaft PCS mit der Kooperativa.

Die Kapitalanlagen des Konzerns einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 30. September 37,5 Milliarden Euro. Sie lagen damit knapp über dem Wert von Ende Dezember mit 37,4 Milliarden Euro. Das Finanzergebnis stieg um 8,7 Prozent auf 795,9 Millionen Euro. Der Anstieg sei vorwiegend auf Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an der s Immo und aus dem Immobilienbereich zurückzuführen.

(Reuters)

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