Die Tochter der Allianz übernimmt Kreisen zufolge zur Gänze die Emission einer Fünf-Jahres-Anleihe der UniCredit.
Der US-Vermögensverwalter Pimco holt sich drei Mrd. Dollar (2,65 Mrd. Euro) an italienischen Bank-Anleihen in die Bücher. Eine fünfjährige Anleihe der Mailänder Bank-Austria-Mutter UniCredit geht komplett an die Allianz-Tochter, sagte ein Insider am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. Es handelt sich um einen Bond, der in einer Krise automatisch abgeschrieben wird und damit als Puffer dienen kann.
Systemrelevante Banken wie die UniCredit müssen solche Papiere begeben. Der Streit der italienischen Regierung mit der EU-Kommission um den Haushalt des Landes hat zuletzt fast alle Banken von den internationalen Anleihemärkten abgeschnitten und ihre Finanzierungskosten nach oben getrieben. Zuletzt hatte die Banca Intesa Sanpaolo im Mai eine unbesicherte Anleihe begeben.
Kein Kommentar von UniCredit und Pimco
UniCredit und Pimco wollten sich zu den Informationen nicht äußern, über die zuerst die Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" berichtet hatte. Mit der Platzierung bei Pimco habe sich UniCredit eine aufwendige Werbetour bei Investoren erspart und die Unsicherheiten an den Märkten umgangen, sagte ein Banker in Mailand.
Pimco hat mit UniCredit bereits Erfahrung: Zusammen mit dem Finanzinvestor Fortress hatten die Kalifornier vergangenes Jahr ein 17,7 Mrd. Euro schweres Paket fauler Kredite von der Bank gekauft.
(APA/Reuters)