Steuerquote sinkt in Österreich – und steigt in der EU

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Im Vorjahr machten die Steuern, Abgaben und Sozialbeiträge 42,4 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung aus. Österreich liegt damit zwar immer noch über dem EU-Durchschnitt, nähert sich ihm aber an.

Österreich hat seine Steuerquote 2017 im Vergleich zu 2016 leicht gesenkt und hat nunmehr die sechsthöchste Quote - Anteil von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent der Wirtschaftsleistung - in der EU. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, war die Steuerquote 2017 am höchsten in Frankreich mit 48,4 Prozent, danach folgen Belgien und Dänemark. Österreich und Italien reiht sich nach Schweden und Finnland in die Spitzengruppe ein. Mit 42,4 Prozent liegt Österreich gleichauf mit Italien. Besonders niedrige Quoten unter 30 Prozent haben Irland, Rumänien, Bulgarien und Litauen.

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Die Summe aller Steuern, Abgaben und Sozialbeiträge in Prozent der Wirtschaftsleistung belief sich in der Europäischen Union im Jahr 2017 auf 40,2 Prozent. Dies ist ein Anstieg gegenüber 2016 (39,9 Prozent). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2017 bei 41,4 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber 41,2 Prozent im Jahr 2016. In Österreich betrug die Steuerquote 2016 42,9 Prozent, dies war damals die fünfthöchste in der EU.

Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 29,7 Prozent des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,9 Prozent), Belgien (16,9 Prozent) und Finnland (16,6 Prozent). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommens- und Vermögensteuern dagegen in Litauen (5,4 Prozent), Bulgarien (5,7 Prozent), Rumänien (6,1 Prozent) und Kroatien (6,3 Prozent). In Österreich betrug diese Quote 13,0 Prozent.

Nettosozialabgaben machten in Frankreich (18,8 Prozent), Deutschland (16,7 Prozent) und Belgien (16,1 Prozent) einen beträchtlichen Anteil des BIP aus. Österreich hatte 2017 Nettosozialbeiträge von 15,1 Prozent, während die niedrigsten Anteile in Dänemark (0,9 Prozent des BIP) und Schweden (3,3 Prozent) verzeichnet wurden.

(APA)

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