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London: Makler kassierte offenbar Geld für Wohnungsbesichtigung

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Die Auswüchse des britischen Wohnungsmarktes zeigt ein aktueller Fall, bei dem eine Makleragentur 300 Pfund für die Besichtigung einer Wohnung verlangt haben soll.

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in Großbritannien führt zu unverschämten Geschäftspraktiken. Wie „BBC“ berichtet, dürfte eine britische Makleragentur Geld für Wohnungsbesichtigungen kassiert haben. Für einen Termin seinen 300 Pfund (337 Euro) verlangt wurden. Das Geld sei in bar kassiert worden, bevor die potenziellen Mieter überhaupt durch das Wohnobjekt geführt worden sind. Das berichten mehrere Kunden der Agentur gegenüber "BBC". Ihnen sei vorab erklärt worden, sie bekommen das Geld zurückerstattet, wenn ihnen die Wohnung nicht gefällt, was aber nicht passiert ist. Sie seien unter Druck gesetzt worden, das Geld sofort zu bezahlen.

Die Agentur dementiert: Die Gebühr sei nicht für eine Besichtigung verlangt worden, sondern nur als Kaution, wenn die potenziellen Mieter tatsächlich am Objekt interessiert waren. Das hätten die Kunden auch gewusst.

Die Wettbewerbsbehörde erklärte, die Makleragentur stehe im Verdacht, mit aggressiven Geschäftspraktiken das Recht verletzt zu haben. Melanie Onn von der oppositionellen Labour-Partei sagt, es handle sich bei dem Fall nur um die "Spitze des Eisbergs" und fordert eine Verschärfung des Mietrechts.

>>> Bericht auf "BBC.com"

(Red.)