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Innenpolitik

Gottfried Waldhäusl, zwischen Bäuerlichkeit und Provokation

Gottfried Waldhäusl wurde durch die Causa Germania vom Klubchef zum Landesrat. Davor war er Landwirt.
Gottfried Waldhäusl wurde durch die Causa Germania vom Klubchef zum Landesrat. Davor war er Landwirt. (Archivbild)Josef Bollwein
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Der niederösterreichische FPÖ-Landesrat für Integration, Gottfried Waldhäusl, präsentiert sich gern als Ex-Landwirt, der auf den Hausverstand setzt. Tatsächlich provoziert er. Und strapaziert den Geduldsfaden der ÖVP. Ein Porträt.

Manche Menschen wachsen in ihrem Amt. Gottfried Waldhäusl, fast fünf Jahre lang Klubobmann der FPÖ im St. Pöltner Landtag und seit März 2018 Mitglied der Landesregierung, hat eine kleine Transformation hinter sich. Niederösterreichs Landesrat für Integration und Veranstaltungswesen (so die offizielle Bezeichnung, auch der Tierschutz und die Gemeindeärzte gehören in seine Zuständigkeit) gibt sich samtweich: Sein Lieblingsarbeitsbereich sei die Integrationsarbeit, sagt er im Gespräch mit der „Presse“. Es bereite ihm große Freude zu sehen, wie Geflüchtete „Danke sagen wollen“.

95 Prozent der Asylwerber in Österreich seien nämlich „in Ordnung“. Die anderen fünf Prozent – das seien die, die ihm Sorge bereiteten. Und da kippt die Samtigkeit schon wieder. Jener Waldhäusl kehrt zurück, der Asylwerber einmal mit Schweinen verglich.

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Waldhäusl rühmt sich für diese „Ehrlichkeit“, auch heute noch. „Der Ausdruck war vielleicht hart, man kann das aber nicht schönreden“, meint er.