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Ziffernnoten werden "durchgepeitscht"

An den Volksschulen werden ab dem zweiten Semester der zweiten Klasse wieder verpflichtend Ziffernnoten eingeführt.
An den Volksschulen werden ab dem zweiten Semester der zweiten Klasse wieder verpflichtend Ziffernnoten eingeführt.(c) Clemens Fabry

Das Pädagogik-Paket passiert den Unterrichtsausschuss trotz Expertenkritik.

Wien. Die Evidenz in der Schulpolitik spiele für die Regierung „keine Rolle“. Es gehe vielmehr darum, wie das „parteipolitisch gefärbte Regierungsprogramm durchgepeitscht“ werden könne. Diese heftige Kritik übte die Opposition am gestrigen Mittwoch. Denn da passierte das Pädagogik-Paket mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ den Unterrichtsausschuss des Nationalrats. Daran änderte auch das davor abgehaltene Expertenhearing nichts. In der kommenden Woche soll das Paket im Plenum beschlossen werden und bereits im nächsten Schuljahr in Kraft treten.

Damit werden an den Volksschulen ab dem zweiten Semester der zweiten Klasse wieder verpflichtend Ziffernnoten eingeführt – gleichzeitig wird aber in allen Klassen zumindest zusätzlich alternativ mit Kompetenzrastern beurteilt. Außerdem können Schüler grundsätzlich ab der zweiten Klasse wieder sitzen bleiben. Auch an den Neuen Mittelschulen gibt es Änderungen. Die bisherige siebenteilige Notenskala wird durch zwei fünfteilige Skalen ersetzt (Standard und Standard-AHS). Die Mittelschulen können künftig außerdem wieder (Leistungs-)Gruppen einführen. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2018)