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Junge Erwachsene sind wissensbegierig und kritisch gegenüber der Quelle. Nur viel darf es nicht sein.

Kritisches Denken, qualitativ hochwertiges Material und Überprüfen der Quellen spielt für die 16- bis 29-Jährigen bei Schulungsthemen eine Rolle. Das ergab eine Studie von Jugendforscher Bernnhard Heinzlmaier über die Videonutzung von Jugendlichen im Auftrag von KommAustria und RTR. 800 Teilnehmer wurden dafür zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Ergebnis: Video, so kurz und so prägnant wie möglich, kommt am besten an. Was lange Konzentration erfordert (deep attention), ist unerwünscht. Für Schulungsmaterial heißt das: am liebsten Videos, und die kurz. Die Unterhaltung darf dabei nicht fehlen. Besonders stark ist der Wunsch, selbst zu entscheiden, was man sieht. Video-on-Demand ist daher - wo es passt - eine gute Option.

Wollen sie eigeninitativ lernen, bevorzugen die jungen Erwachsenen Tutorials. Dabei zeigte sich, dass sie versteckte Werbung sehr gut erkennen und als solche einstufen.

Nachrichten werden übrigens immer noch rezipiert. Namentlich wurden der ORF und "einzelne Tageszeitungen" als besonders glaub- und vertrauenswürdig eingeschätzt. Die Sorge, dass die jungen Erwachsenen in einer Katzenvideo-Blase verschwinden, ist also unbegründet.