Reaktionen: Kurz gratuliert AKK, AfD spottet über "Merkel 2.0"

Kramp-Karrenbauer
Kramp-Karrenbauerimago/Hartenfelser

Der Koalitionspartner SPD bietet der neuen CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer eine gute Zusammenarbeit an.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Annegret Kramp-Karrenbauer zur Wahl zur neuen CDU-Parteichefin - einer "wichtigen Funktion" - gratuliert. Die bisherige Parteichefin und deutsche Kanzlerin Angela Merkel habe die CDU "entscheidend geprägt", sagte Kurz am Rande seines Besuches in Ruanda am Freitag.

Bei der Bewerbung um die Parteispitze hätten sich alle drei Kandidaten - neben Kramp-Karrenbauer der Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn einem "fairen Wettbewerb" gestellt und sich durch einen "fairen und wertschätzenden Umgang untereinander" ausgezeichnet.

SPD: "Sie tritt in große Fußstapfen"

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat Kramp-Karrenbauer eine gute Zusammenarbeit in der Koalition angeboten. "Sie tritt in große Fußstapfen", erklärte Nahles am Freitag nach der Wahl Kramp-Karrenbauers. "Ich wünsche ihr dabei viel Erfolg."

Jetzt gehe es darum, Probleme zu lösen, betonte Nahles und zählte auf: "Die Zukunft der Renten sichern, den Wert der Arbeit anerkennen, den Zusammenhalt in Europa stärken und vieles mehr." Die SPD-Partei- und Fraktionschefin fügte hinzu: "Ich biete in der Koalition gute Zusammenarbeit an."

AfD: "Der Linkskurs wird sich fortsetzen"

Die AfD hat die Wahl von Kramp-Karrenbauer als Bestätigung des Kurses der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. "Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so! Sie ist Merkel 2.0", erklärte AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel am Freitag.

"Mit ihr wird sich der Linkskurs der CDU fortsetzen und damit haben auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr." Als von Merkel eingesetzte Generalsekretärin sei Kramp-Karrenbauer bereits die offensichtliche Wunschnachfolgerin der Kanzlerin gewesen, argumentierte Weidel.

AfD-Parteichef Alexander Gauland sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag), die neue CDU-Chefin sei "die Fortsetzung von Merkel mit anderen Mitteln". "Sie hat die Flüchtlingspolitik mitgetragen und wird sie nicht korrigieren." Kramp-Karrenbauer war am Freitag auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg zu Merkels Nachfolgerin an der Parteispitze gewählt worden.